Seifenrindenbaum

Die Herkunft des Seifenrindenbaumes liegt in Südamerika, wobei besonders Chile, Bolivien und Peru zu nennen wären. Bekannt ist das Gewächs unter dem botanischen Namen Quillaja und er verfügt zudem über zwei Unterarten.

Zu finden ist der Baum in feuchtwarmen Gebieten, aber auch an den Andenhängen. Der bis zu 18 Meter hoch wachsende, immergrüne Seifenrindenbaum besitzt ledrige, ganzrandige Blätter und ein sehr hartes Holz. Die weißen Blüten sitzen in Doldentrauben und reifen zu sternförmigen Balgfrüchten aus.

Verwendung findet die getrocknete, von Kork und äußeren Schichten befreite Rinde von Stamm und Ästen.

Die Ureinwohner Südamerikas nutzen den Baum traditionell als Seifenersatz, überwiegend zu einer Körperwäsche, als auch zum Reinigen von Textilien. Die reinigende Wirkung rührt von den beinhaltenen Saponinen.

Steckbrief: Seifenrindenbaum

Pflanze: Quillaja saponaria Molina
Familie: Rosengewächse (Rosaceae)
Herkunft: Der Seifenrindenbaum ist in Chile und Peru beheimatet. In Indien und Kalifornien wird die Pflanze kultiviert.
Synonyme: Panamarinde, Waschholz, Waschrinde

Der Seifenrindenbaum kann eine Höhe zwischen 15 und 18 Metern erreichen. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Baum in Europa für überwiegend technische Zwecke genutzt. Beispielsweise zur Fertigung von Kosmetika oder als farbenschonendes Waschmittel.

Die Pflanze geriet lange Zeit in Vergessenheit, aber heute rückt sie wieder in den Fokus von Forschung und als pflanzliches Heilmittel bei Bronchitis, Kopfhautproblemen oder auch unterschiedlichen Fußpilzarten.

Anwendung:

Seifenrinde besitzt einen hohen Anteil waschaktiver Substanzen, den Saponinen mit dem Grundbaustein Quillajasäure. Ferner sind Gerbstoffe und Calciumoxolat enthalten. Die früher übliche Verwendung als Hustenmittel ist heute zwar nicht mehr gebräuchlich, aber immer noch bekannt. Seifenrinde wird heute noch in der Kosmetikindustrie zur Herstellung von Zahnpulvern und Gurgelmitteln und als Schaumbildner eingesetzt.

Die Saponine zeichnen sich verantwortlich für einen stabilen seifenartigen Schaum. Frühere Bezeichnungen waren unter anderem:

  • Seifenholz
  • Seifenwurzel
  • Waschrinde
  • Waschlaugenkraut

In der pulverisierten Form wird der Seifenrindenbaum auch in der heutigen Zeit noch als Waschmittel genutzt. Zudem findet er sich in diversen kosmetischen Produkten wieder, hier wären Duschgels und Shampoos zu nennen.

Weiterhin dienen die schaumbildenden Eigenschaften zur Herstellung von Löschschaum oder als Zusatzstoff bei der Fotoentwicklung. Als zugelassener Lebensmittelstoff wird die Rinde des Baumes zum Aufschäumen von zahlreichen Getränken verwendet und als Hilfsstoff für Impfseren kommt er ebenfalls zum Tragen. Zudem finden sich Inhaltsstoffe, die eine nachweisbare medizinische Wirkung haben.

Dosierung:

Es sind keine Empfehlungen möglich.

Wirkung:

Der Extrakt vom Seifenrindenbaum verfügt über eine immunadjuvante Wirkung. Diese kommt in erster Linie durch die enthaltenen Saponine, die in der Veterinärmedizin schon seit einiger Zeit erfolgreich für Seren genutzt wird, zum Einsatz.

Quillaja- Extrakt trägt die europäische Zulassungsnummer E999 für Lebensmittelzusatzstoffe.

Die Wirkungen im Einzelnen:

  • blutdrucksenkend
  • entzündungshemmend
  • immunstimulierend
  • cholesterinspiegelsenkend
  • ödemhemmend (antiödematös)
  • auswurffördernd
  • indiz

Zubereitung:

Seifenrinde wird überwiegend in der Kosmetikindustrie verwendet. Auch ein klassischer Quillaja- Tee ist denkbar. Hierzu werden 0,2 Gramm der mittelfein geschnittenen Droge mit 250 Milliliter kochendem Wasser übergossen, den Aufguss dann 10 Minuten ziehen lassen, danach abseihen.

Nebenwirkungen:

Der Seifenrindenbaum weist einen hohen Anteil an Saponinen auf. Dieses sind Bitterstoffe, die eine starke Schaumentwicklung verursachen können. Die Nahrungsmittelindustrie setzt Saponine in erster Linie als Zusatzstoff ein, dass kann in unterschiedlichen Biersorten der Fall, aber auch in den sogenannten Softdrinks.

Es ist anzuraten, die sekundären Pflanzeninhaltsstoffe über Tablettenform oder ähnlichem getrennt einzunehmen, ansonsten können unangenehme Nebenwirkungen auftreten.

Saponine sind in Hülsenfrüchten und auch in Heilpflanzen zu finden. Die Glykosid Gruppe ist in Pflanzennahrung, als auch in Heilpflanzen zu finden. In der Regel weisen diese einen bitteren Geschmack auf und schäumen ausschließlich in wässriger Form.

Dieses Gemüse und Hülsenfrüchte weisen Saponine auf:

  • Erbsen
  • Spinat
  • Soja
  • Spargel
  • Hafer
  • Zwiebeln
  • Knoblauch

Hinweise:
Saponine können wegen ihrer oberflächenaktiven Eigenschaften zu lokalen Reizungen an Haut und Schleimhaut führen. Bei der Einnahme von größeren Mengen können Schwindel, Magenschmerzen, Durchfälle und Blasenreizungen auftreten.

Wissenswertes über den Seifenrindenbaum

Beim Einsatz von Heilpflanzen als Heilmittel kommt es immer auf die genaue Dosierung an. Dennoch schwören enorm viele Menschen auf deren Wirkungen. Fakt hierbei ist: Heilpflanzen können in der Regel bei mehreren unterschiedlichen Erkrankungen eingesetzt werden.

Ein wichtiges Kriterium ist, dass sich Anwender im Vorfeld genauestens über die Wirkstoffe informieren. Wirkstoffe sind hierbei, Stoffe die die Pflanze im Laufe ihres Wachstums bildet und speichert. Die Stoffe müssen nicht zwangsläufig eine direkte Heilwirkung hervorbringen, setzen jedoch einen eigentlichen Wirkstoff frei.

Die Seifenbaumrinde oder auch Panamarinde genannt, lässt Flüssigkeiten schäumen. Das Waschholz stammt vom Seifenrindenbaum, der im warm- gemäßigten zentralen Chile beheimatet ist. Die Rinde enthält zudem bis zu zehn Prozent Saponine, die in Verbindung mit Wasser einen seifenähnlichen Schaum hervorbringen.

Der Seifenrindenbaum zeichnet sich dadurch aus, dass er perfekt für empfindliche Gewebe zu nutzen ist. Weiterhin ist er Bestandteil von etlichen Fleckenwassern. In Kombination mit Zinnkraut ergibt sich ein hervorragendes Mittel gegen fettige Haare.

In Chile wird die Rinde vom Chilenischen Seifenrindenbaum noch als Waschmittel verwendet, gelegentlich ist auch der Einsatz als Hustenmittel oder bei Erkrankungen der Kopfhaut bekannt. Der Seifenrindenbaum ist wegen seiner zahlreichen Saponine bekannt, hierbei handelt es sich um meistens bitter schmeckende Glykoside. Den Namen verdanken sie ihren oberflächenaktiven Eigenschaften.

Saponine verfügen über folgende Wirkungen:

  • antibiotisch
  • antiviral
  • immunmodulierend
  • cholesterinsenkend
  • virenhemmend

Der Mensch nimmt im Durchschnitt rund 15 Milligramm Saponine pro Tag zu sich. In der Hauptsache kommen sie in Hülsenfrüchten, Spargel, Lakritze, roter Bete und im Hafer zum Tragen.