Kava Kava

Aufgrund neu bekannt gewordener Risiken in Zusammenhang mit der Einnahme von Kava Kava Produkten, muss von einer Anwendung abgeraten werden (siehe Hinweise)!

Die ursrpünglich vermutlich in Neuguinea beheimatete Pflanze wurde im pazifischen Raum kultiviert und verbreitet, da sie für die Einwohner Polynesiens im religiösem, gesellschaftlichen und politischem Leben eine bedeutende Rolle spielt. Kava Kava ist ein 2 bis 3 m hoch wachsender Strauch mit großen, herzförmigen Blättern. Medizinisch verwendet wird der fleischige Wurzelstock, der bis zu 10 kg schwer werden kann.

Steckbrief: Kava Kava / Rauschpfeffer

Pflanze:Piper methysticum G. Forst.
Familie:Pfeffergewächse (Piperaceae)
Herkunft:Die Droge wird überwiegend auf den Südseeinseln angebaut.
Synonyme:Kava, Kawa, Kawapfeffer

Anwendung:

Den vor allem im Wurzelstock vorkommenden Kava-Pyronen Kavain, Methysticin, Yangonin und anderen Inhaltstoffen wird eine angstlösende, beruhigende, krampflösende und schmerzstillende Wirkung zugeschrieben. Die Schlafqualität soll gebessert werden. Der genaue Wirkmechanismus ist jedoch noch unbekannt. Zubereitungen aus dem Kavawurzelstock werden zur kurzfristigen Behandlung nervös-ängstlicher Unruhezustände angewandt.

Nachdem mehrere Berichte über Nebenwirkungen an der Leber mit z.T. tödlichem Ausgang gemeldet wurden, musste eine Neubewertung des Nutzens gegenüber der Risiken vorgenommen werden.

Laut Bescheid des BfArM vom 14.06.02 werden die Droge selbst sowie alle Zubereitungen und Arzneimittel, die einen Gehalt an Kava Kava entsprechend der vierten Dezimalpotenz (bei homöopathische Arzneimitteln als D4 gekennzeichnet) oder höher aufweisen, als bedenklich eingestuft und vom Markt genommen (s. Hinweise).

Dosierung:

Keine Empfehlung möglich (s.Hinweise).

Zubereitungen:

Homöopatische Arzneimittel.

Hinweise:

Aufgrund des lebertoxischen Potentials von Kava Kava oder Kavain-haltigen Zubereitungen wird eine therapeutische Anwendung für nicht mehr vertretbar gehalten. Daher wurden alle betroffenen Arzneimittel außer homöopathische und spagyrische Arzneimittel, die Kava Kava in einer Endkonzentration niedriger als die vierte Dezimalpotenz (D 4) enthalten, vom Markt genommen.

Personen, die Kava Kava-haltige Produkte bereits einnehmen und zu Hause haben, wird empfohlen, solche Präparate sofort abzusetzen und gegebenenfalls einen Arzt aufzusuchen, um eine therapeutische Alternative zu suchen.