Kava Kava (Piper methysticum)

Piper methysticum G. Forst.

Die ursrpünglich vermutlich in Neuguinea beheimatete Pflanze wurde im pazifischen Raum kultiviert und verbreitet, da sie für die Einwohner Polynesiens im religiösem, gesellschaftlichen und politischem Leben eine bedeutende Rolle spielt. Kava Kava ist ein 2 bis 3 m hoch wachsender Strauch mit großen, herzförmigen Blättern. Medizinisch verwendet wird der fleischige Wurzelstock, der bis zu 10 kg schwer werden kann.

Steckbrief

Pflanze:Piper methysticum G. Forst.
Familie:Pfeffergewächse (Piperaceae)
Herkunft:Die Droge wird überwiegend auf den Südseeinseln angebaut.
Synonyme:Kava, Kawa, Kawapfeffer

Was steckt hinter der Südseewurzel

Hinter der exotisch klingenden Bezeichnung „Kava Kava“ steht ein Pflanzenextrakt, der aus der Südsee stammt. In seinen Ursprungsregionen ist die Wurzel auch als Rauschpfeffer bekannt und gilt als ein bewährtes Heilmittel der Ureinwohner. In der Wirkungsweise ähnelt die Kava-Kava-Wurzel der Baldrianwurzel: Der Pflanzenextrakt wirkt beruhigend und löst effektiv Angstzustände. Zwischen 2002 und 2015 war Kava Kava aufgrund der teilweise schweren Nebenwirkungen überwiegend verboten. Mittlerweile wird die Wurzel jedoch immer wieder als Entspannungsmittel angewendet, jedoch unter deutlich verschärfteren Gebrauchsinformationen und Auflagen.

Hier in unserem Beitrag stellen wir Ihnen die Südseewurzel näher vor.

Informationen rund um die Kava Kava Pflanze

Die Kava Pflanze, die in der Fachterminologie auch als „methysticum G. Forster“ bezeichnet wird, gehört ihrer Gattung nach zu den Pfeffergewächsen (Piperaceae). Die Stammpflanze wächst und gedeiht auf den pazifischen Inseln. Es handelt sich hier um einen kultivierten Strauch, der eine Höhe von rund zwei bis sechs Meter erreichen kann.

Zum ersten Mal hatte der deutsche Naturforscher Georg Forster im 18. Jahrhundert die Pflanze beschrieben, die übersetzt in die deutsche Sprache „Rauschgetränk“ heißt. Der Geschmack der traditionellen Kava Pflanze ist eher sauer beziehungsweise scharf-bitterlich. Das Synonym Kava bezeichnet sowohl die Kava-Pflanze als auch das Rauschgetränk.

Kava Kava – wie kommt sie genau zur Anwendung?

Der Extrakt Kava Kava wird aus der Wurzel der Rauschpfeffer-Pflanze (Piper methysticum) gewonnen. Der mehrere Meter hoch wachsende Strauch hat eine saftige Wurzel, die den Ureinwohnern bereits vor mehr als 3000 Jahren den besonderen Extrakt lieferte, den sie als Entspannungsmittel verwendeten. In vielen Stämmen ist die Pflanze bis heute noch ein Teil der traditionellen und meist religiösen Rituale.

Insbesondere Männer trinken das Pulver der Kava-Wurzel und sorgen somit für eine Entspannung und eine Lockerung der Muskulatur. Gleichzeitig soll die Wurzel beruhigend und angstlösend wirken, was zudem für einen erholsamen und guten Schlaf sorgt. Zur Zubereitung des Rauschgetränks wird das aus der Wurzel gewonnen Pulver mit Alkohol oder mit Wasser aufgegossen. Alternativ kann der Extrakt auch durch das Kauen der frischen Pflanzenwurzel gewonnen werden.

In Deutschland ist Kava Kava in Kapselform als Supplement erhältlich und soll angeblich keinerlei suchtfördernde Wirkung haben.

Welche Wirkung hat die Kava-Pflanze?

Im Vergleich zu Johanniskraut oder zur Baldrianwurzel hat die Kava Pflanze eine dämpfende Wirkung und weniger eine anregende oder aufhellende Wirkung. Aus diesem Grund wird die Pflanze hauptsächlich als milde Psychodroge zur begleitenden Behandlung von Angstzuständen eingesetzt. Die Wirkung ist somit mit der von Benzodiazepinen vergleichbar: Kava Zubereitungen gelten als psychoaktiv, beruhigend, krampflösend und muskelentspannend. Diese Wirkungen wurden bislang von mehreren Studien untersucht.

Die Kava Pflanze wird somit insbesondere bei Spannungs-, Angst- und Unruhezuständen angewendet und soll dort eine Verbesserung der allgemeinen Befindlichkeit erzielen.

Als pflanzliche Anxiolytika waren Kava-Extrakte in der Schweiz sogar offiziell zur Behandlung von Unruhe- und Spannungszuständen zugelassen. Die Zulassungen der Kava-Kava Präparate – inklusive der homöopathischen Verdünnungen wurden jedoch am 20.06.2013 von der Swissmedic-Arzneimittelbehörde aufgehoben.

Angst – ein Grundelement unseres Lebens

Angst gehört zu den menschlichen Emotionen untrennbar mit dazu. Jeder Mensch kennt und empfindet Angst. Aus entwicklungsgeschichtlichem Gesichtspunkt ist Angst sogar eine sehr wertvolle Emotion, die das Überleben sicherstellt. Angst ist somit ein sinnvolles, normalpsychologisches Phänomen. Die Angst wirkt im Organismus des Menschen ähnlich wie ein Alarm-System und versetzt uns in die Lage, anstehende Gefahren zu erkennen und optimal abzuwehren. Angst ist gleichzeitig eine sehr starke Emotion, die besondere Kräfte im Menschen mobilisieren kann – und das häufig innerhalb kürzester Zeit. Angst hilft uns Menschen in verschiedenen Lebenslagen über uns selbst hinauszuwachsen und so diverse Herausforderungen zu bewältigen.

Das Wort Angst leitet sich vom lateinischen „angustiae“ ab und bedeutet übersetzt so viel wie „Enge in der Brust“, „beklemmtes Herz“ oder „zugeschnürte Kehle“.

So betrachtet beschreibt die Angst einen emotionalen Zustand, bei dem uns die Luft wegbleibt. Unsere Kehle ist wie zugeschnürt, wenn wir uns in Gefahrensituationen befinden. Die Angst führt zu einer explosionsarteigen psychischen und physischen Aktivierung, die den gesamten Körper auf eine Handlung vorbereitet. All das macht deutlich wie wichtig die Angst im Grunde für den Menschen sein kann, denn vor allem in Notsituationen und Gefahren fungiert sie als Bereitstellungreaktion und kann Seele und Leib retten. Demnach ist es auch essenziell wichtig, dass der Mensch über ausreichend intellektuelle Funktionen verfügt, um vermeintliche Gefahren zu analysieren: Ist eine Situation überhaupt gefährlich?

Werden nun bestimmte Präparate zur Dämpfung eingenommen, kann es sein, dass exakte diese Fähigkeit zum Nachdenken und Analysieren vermindert wird und das könnte gravierende Schäden nach sich ziehen: So kann es zum Beispiel dazu kommen, dass beim Überqueren der Straße nicht mehr wirklich auf den Verkehr geachtet und ein heranfahrendes Auto einfach übersehen wird.

Bis zu welcher Grenze sind Angstgefühle unbedenklich?

Ebenso wie Wut, Freude, Überraschung, Ekel oder Trauer gehört also auch die Angst zum ganz normalen Gefühlsspektrum eines Menschen. Die Angst hilft uns bestimmte äußere Umstände als gefährlich einzustufen und uns entsprechend zu schützen oder zu verteidigen. Auch wenn Angst in einigen Situationen als belastend oder gar unangenehm empfunden wird, so ist sie ein zweckmäßiges, biologisches Alarmsignal, ohne das wir potenzielle Gefahrensituationen nur schwer überstehen beziehungsweise nur spät erkennen würden.

Eine völlige Angstfreiheit ist also nicht das Ziel, denn das würde den persönlichen Schutz des Menschen gefährden. Doch zwischen normalen Angstgefühlen und bestimmten Angststörungen gibt es einen Unterschied. Die normalen Angstgefühle waren bereits für unsere Vorfahren ein fester Begleiter und warnten sie vor zu tiefen Flüssen, wilden Tieren oder gefährlichem Feuer. Ein komplett angstfreies Leben ist nicht nur unrealistisch, sondern somit unter Umständen auch lebensgefährlich. Wenn die Angst jedoch nur noch dominiert und uns gar nicht mehr frei leben und denken lässt, kann es problematisch werden.

Angst als treibende Kraft

Angstreaktionen begleiten uns Menschen unbewusst durch alle möglichen Alltagssituationen und treten keinesfalls nur in Kombination mit realen Gefahren auf. Auch freudige Aktivitäten können mit einem gewissen Nervenkitzel einhergehen und mit einer gewissen Angst in Verbindung gebracht werden. Diese positiven Angstgefühle helfen uns nicht nur wachsam zu sein, sondern auch schwierigere Situationen besonnen zu meistern: Fallschirmspringer, Bergsteiger oder auch Taucher kontrollieren beispielswiese ihre Ausrüstung ganz genau, denn sie wissen, dass kleinste Nachlässigkeiten lebensbedrohliche Konsequenzen haben könnten. Die Angst weckt eine solche Aufmerksamkeit. Die Angst ist eine treibende Kraft, doch übersteigt sie ein normales Maß, kann sie die Konzentration, das Denken und auch das Verhalten blockieren. In einigen Fällen kann eine Behandlung also durchaus sinnvoll und auch wichtig sein.

Angst als Wegweiser

Wie bereits dargestellt, hat Angst eine existenzielle Dimension. Zu den sogenannten Grundängsten gehört auch die Verlustangst. Diese Angst macht uns deutlich, was wirklich wichtig ist wie zum Beispiel Zuneigung, die Familie, Macht, Gesundheit, ein langes Leben und weitere Aspekte. Die Ängste bieten somit nicht nur einen Schutz, sondern sagen auch viel über die Werte eines Menschen aus. Die größte Angst ist die Angst vor dem Tod.

Naturheilkundliche Methoden & Präparate als Hilfe bei Angstzuständen

Das Herz beginnt zu pochen, die Handinnenflächen werden feucht und der Puls steigt: Angstsymptome kennt wohl jeder einzelne von uns. Es gibt verschiedene Ursachen und Gründe, warum wir Angst verspüren: Das kann von der Angst im Flugzeug, über bestimmte Befürchtungen bis hin zu massiven Existenzängsten reichen. Einige Menschen werden in ihrem Alltag so stark von Ängsten gequält, dass sie kaum mehr in ihrer Lebensführung zurechtkommen.

Die meisten Menschen vertrauen sich leider in den seltensten Fällen einem Psychologen an. Gleichzeitig belächelt die Gesellschaft häufig wiederkehrende Ängste und nimmt die Betroffenen oftmals nicht wirklich ernst. In solchen Fällen ist es keinesfalls verwunderlich, dass die betroffenen Personen an eine Selbstbehandlung der Ängste mit pflanzlichen Mitteln wie Kava Kava denken. Ist das aber wirklich die einzige zielführende Lösung?

Leichte Angstzustände können durchaus wirkungsvoll mit naturheilkundlichen Therapien angegangen werden. Damit lassen sich vor allem die Folgen von Spannungszuständen, Angst- oder Schlafstörungen gut in den Griff bekommen. Zu diesen naturheilkundlichen Therapien gehören auch Techniken wie die progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen oder das autogene Training. Es empfiehlt sich diese zunächst unter professioneller Anleitung zu erlernen und schließlich zuhause selbstständig weiter zu üben. Auch Vollbäder mit Kiefern- oder Fichtennadelextrakt können bei leichten Angststörungen zu einer Entspannung beitragen.

Helfen pflanzliche Arzneimittel tatsächlich wirksam gegen die Angst?

Verschiedene Pflanzenextrakte haben eine beruhigende und gleichzeitig angstlösende Wirkung, die nicht unterschätzt werden darf. Phytotherapie-Präparate kommen somit sehr häufig zur Linderung von Spannungs- und Angstzuständen zur Anwendung. Hierzu gehören zum Beispiel die Baldrian-Wurzel, der Hopfenzapfen, Melissen-Blätter, Passionsblumenkraut oder Lavendel. All diese pflanzlichen Mittel können sowohl in Tabletten-, als auch in Tropfenform verordnet und eingenommen werden.

Phytotherapeutische Mittel eignen sich sehr gut zur Behandlung von leichten bis mittelschweren Angstzuständen und kommen besonders dann gerne zur Anwendung, wenn eine mittel- bis langfristige Therapie notwendig ist.

Durch solche pflanzlichen Mittel lassen sich jedoch nicht nur die Ängste an sich, sondern auch die Folgezustände verbessern, so beispielsweise die damit verbundene Resignation, Niedergeschlagenheit, Konzentrationsstörungen oder auch die Reizbarkeit. Das vegetative Nervensystem beruhigt sich und infolgedessen können auch funktionelle Beschwerden gelindert werden.

Die pflanzlichen Präparate benötigen eine bestimmte Anlaufzeit, bis sich der Behandlungserfolg in vollem Umfang äußern kann. Diese Mittel wirken nicht wie eine Kopfschmerztablette innerhalb weniger Minuten. Vielmehr ist eine kontinuierliche Anwendung erforderlich, bis die Beschwerden gelindert beziehungsweise vollständig abgeklungen sind. Eine erfolgreiche Behandlung kann durchaus zwei bis sogar vier Wochen in Anspruch nehmen.

Pflanzliche Präparate sind daher als Notfallmedikation nicht geeignet und müssen eher über eine längere Zeitspanne hinweg verabreicht werden.

Damit pflanzliche Präparate eine eindeutige Wirkung entfalten können, sollten sie im Allgemeinen hochdosierter eingenommen werden. Es ist also absolut nicht zielführend, aus Angst vor bestimmten Medikamenten die empfohlene Tagesdosis selbstständig zu überschreiten.

Ängste lindern mit sanfter Medizin

Pflanzliche Arzneimittel haben oft das Attribut „sanfte Medizin“, denn sie werden in der Regel vom Körper sehr gut vertragen und haben kaum Nebenwirkungen. Das bedeutet aber nicht, dass sie vollkommen risiko- und nebenwirkungsfrei von jedem eingenommen werden können. Wie bei anderen Arzneimitteln auch – ist auch bei pflanzlichen Präparaten vor der Anwendung genau auf die Risiken und Nebenwirkungen zu schauen.

Insbesondere Allergiker sollten diese Mittel nicht gedankenlos anwenden. Ebenso gibt es für stillende oder werdende Mütter exakte Vorgaben vom Hersteller.

Jedes dieser pflanzlichen Mittel hat ein ganz eigenes Wirkprofil. Kombinationspräparate werden im Vergleich zu den sogenannten Monopräparaten zudem eher präferiert.

Auch wenn die Präparate im Allgemeinen für die Selbstmedikation freigegeben sind – das heißt rezeptfrei in der Apotheke erworben werden können – müssen sie verantwortungsbewusst eingenommen werden.

Kava Kava – Einnahme und Dosierung

Die eigentliche Wirkung der Kava Pflanze liegt in den sogenannten Kava-Pyronen begründet. Diese sind im Wurzelstock der Pflanze enthalten und bestehen aus sauerstoffhaltigen Verbindungen. Der einzige Nachteil dieser Kava-Pyrone ist die wasserlösliche Eigenschaft. Natürliche Kava-Kava-Präparate werden daher entweder in Kombination mit Aceton und Wasser oder mit Alkohol und Wasser hergestellt.

Kava Kava sollte maximal über eine Zeitspanne von 8 Wochen eingenommen werden. Als empfohlene Dosierung gilt eine Höchstmenge von 120 Milligramm, doch diese Menge ist mit Vorsicht zu genießen. Bei vorhandenen Lebererkrankungen oder einer Schwangerschaft darf Kava Kava überhaupt nicht eingenommen werden. Auch in der Stillzeit ist eine Einnahme des Pflanzenextraktes strenges verboten.

Alle Medikamente, die Kava-Kava-Extrakte beinhalten, also die sogenannten Kava-Pyrone, sind rezept– und somit verschreibungspflichtig. Sie dürfen zudem keinesfalls an Kinder oder Jugendliche verabreicht werden, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Allgemein werden Kava-Präparate 4 Wochen eingenommen, länger als 8 Wochen sollten es jedoch in keinem Fall sein.

Welche möglichen Nebenwirkungen hat die Kava-Kava-Wurzel?

Wie bei allen herkömmlichen oder pflanzlichen Präparaten können auch bei Kava-Kava-Mitteln bestimmte Nebenwirkungen auftreten. Besonders bekannt sind Leberprobleme beziehungsweise Leberschäden, die letztendlich auch zum Verbot dieser Präparate geführt haben. Einen exakten Nachweis dieser Nebenwirkungen hat es bislang jedoch noch nicht gegeben. Dennoch wird strengstens empfohlen, bei bestehenden Lebererkrankungen von der Einnahme von Kava-Kava-Präparaten abzusehen.

Bei einer langandauernden und zudem hochdosierten Anwendung von Kava Kava kann es unter Umständen zu folgenden Nebenwirkungen und Begleiterscheinungen kommen:

  • Gelbfärbung der Nägel
  • Hautrötungen
  • Schwellungen
  • Juckreiz
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Leichte bis mittelschwere Kopfschmerzen
  • Bewegungsdrang
  • Rededrang
  • Beeinträchtigung des Sehvermögens
  • Beeinträchtigung der Reaktionsfähigkeit, beispielsweise im Straßenverkehr.

Werden die Präparate hingegen sachgemäß angewendet, können negative Begleiterscheinungen weitestgehend ausgeschlossen werden. Nur in äußerst seltenen Fällen kommt es zu Leberschäden. Wenn es doch zu schwersten Schäden kam, lag das in den meisten Fällen eher am Extraktionsstoff wie zum Beispiel Aceton als an der Heilpflanze selbst.

Dennoch hat das Deutsche Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte in Bonn im Juni 2002 die Zulassung von Kava-Kava-Präparaten widerrufen. Das Oberverwaltungsgericht des Landes Nordrhein-Westfalen hielt dieses Urteil allerdings für nicht rechtsgültig und so konnte Kava Kava wieder auf den Markt gebracht werden.

Ist die Einnahme von Kava Kava rechtlich zugelassen?

Besonders früher waren Kava-Präparate sehr weit verbreitet und galten sogar sehr lange Zeit als völlig unproblematisch. Zudem konnten zahlreiche klinische Studien keine gravierenden Nebenwirkungen aufzeigen. Gleichzeitig häuften sich die Berichte über gravierende Leberprobleme und Schäden, die nach der Einnahme von Kava-Präparaten aufgetreten sind.

Diese Nebenwirkungen führten im Jahr 2002 schließlich zum Verbot von Kava Kava, das 2015 jedoch wieder aufgehoben wurde.

Seit dem Jahr 2015 dürfen Hersteller wieder Kava-Präparate auf den Markt bringen, jedoch nur unter genauesten Angaben von Warnhinweisen bezüglich der möglichen Nebenwirkungen.

Des Weiteren sind die Gebrauchsinformationen hinsichtlich der Anwendungsdauer und der Dosierung überarbeitet und aktualisiert worden.

Können Risiken vermieden werden?

Wenn die Gebrauchsinformationen und die Einnahmeempfehlungen der Präparate berücksichtigt werden, können die Risiken sehr gering oder sogar vollkommen ausgeschlossen werden. Die tägliche Einnahmedosis darf 120 Milligramm nicht überschreiten. Auch der Einnahmezeitraum darf nicht überschritten werden.

Die Kava-Pyrone – das sind die Inhaltsstoffe des Wurzelstocks der Kava Pflanze können grundsätzlich nur in seltenen Fällen der Überdosierung oder einer zu langen Therapiedauer zu toxischen Leberschäden führen. In sehr vereinzelten Fällen kann es aber auch im Rahmen einer normalen Dosierung sowie einer kurzen Behandlungsdauer zu Leberproblemen kommen.

Trotz der möglichen Nebenwirkungen – die vor allem bei unsachgemäßer Anwendung auftreten können – ist die Anwendung von Kava Extrakten zur Linderung von leichten bis mittelschweren Angststörungen weltweit ungebrochen. Damit es jedoch nicht zu schwerwiegenden Schäden oder toxischen Erscheinungen kommen kann, ist eine ärztliche Verordnung dringend erforderlich. Wer die ärztliche Indikation beachtet, kann durchaus von den Vorteilen dieser Südseewurzel profitieren.

Während der Einnahme sollte kein Alkohol konsumiert werden. Gleichzeitig sollte Kava Kava nicht in Kombination mit Antidepressiva oder Betablockern eingenommen werden. Auch auf diese Weise lassen sich die möglichen Risiken stark mindern oder sogar ausschließen.

Ängste verlässlich besiegen – wie kann das funktionieren?

Bezüglich von Unruhezuständen, inneren Spannungen und Angsterkrankungen gibt es eine gute Nachricht: Angststörungen lassen sich sehr gut in den Griff bekommen. Damit das jedoch gelingen kann, muss professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden.

Spezifische Ängste oder Phobien wie zum Beispiel die vor bestimmten Tieren oder dem Kontakt mit anderen Menschen können sehr gut mit einer kognitiven Verhaltenstherapie behandelt werden. Das Ziel dieser Therapien ist, die angstauslösenden Gedankenmuster nachhaltig zu verändern und die auftretenden Ängste in bestimmten Situationen gezielt wegzutrainieren. Auf diese Weise können die Angststörungen nach und nach reduziert werden.

Eine kognitive Verhaltenstherapie kann jedoch nicht nur bei Phobien tolle Erfolge zeigen, sondern auch bei einer generalisierten Angststörung. Hier fürchten sich die betroffenen Patienten nicht nur vor bestimmten Situationen oder Dingen, sondern haben vor allem Möglichem Angst. Diese Befürchtungen sind jedoch fern jeder Realität, sind völlig übertrieben und schränken die Betroffenen in ihrem Alltag massiv ein. So haben Menschen mit einer generalisierten Angststörung zum Beispiel Angst, dass das eigene Kind auf dem Schulweg von einem Auto angefahren werden könnte. Gleich im nächsten Moment haben sie wieder Angst den Hausschlüssel zu verlieren.

Neben einer kognitiven Verhaltenstherapie können auch Medikamente zur Behandlung von Ängsten zum Einsatz kommen. So können zum Beispiel Antidepressiva halfen, die Sorgen erfolgreich loszuwerden. Auch Beruhigungsmittel können die auftretenden Angstgefühle lindern, das aber nur kurzfristig. Hier muss berücksichtigt werden, dass viele der chemischen Präparate einen gewissen Suchtfaktor haben. Sie sind somit nicht für eine langfristige Therapie geeignet, sondern sollten eher zur Überbrückung eingesetzt werden – bis zum Beispiel eine andere Therapie begonnen werden kann.

Alternativen zu Kava Kava – die pflanzlichen Monopräparate helfen risikofrei

Wenn Sie Angststörungen doch mit alternativen pflanzlichen Mitteln behandeln möchten, so stehen Ihnen dazu einige zur Verfügung.

  1. Baldrian

Diese Heilpflanze ist bereits seit dem Mittelalter geschätzt und bekannt. Sie galt als wichtigstes Präparat gegen die Pest und wurde zudem zur Vertreibung von Hexen oder bösen Geistern eingesetzt. Baldrian hat in erster Linie eine beruhigende Wirkung. Es kommt vor allem bei nervösen Unruhezuständen oder Schlafstörungen zum Einsatz. Auch bei Durchschlafproblemen können Sie von diesem Mittel profitieren.

  1. Hopfen

Auch diese Heilpflanze spielte bereits im Mittelalter eine zentrale Rolle. Sie hat nicht nur eine große Bedeutung für das Brauen von Bier, sondern auch als Arzneipflanze einen hohen Stellenwert. Sie wurde im 18. Jahrhundert entdeckt und kann nicht nur bei Haut- oder Darmerkrankungen helfen, sondern auch bei Schlaf- oder Angststörungen. Hopfenextrakt beruhigt auf eine sanfte Weise und fördert gleichzeitig einen erholsamen Schlaf.

  1. Melisse

Die Zitronenmelisse wird auch als Herz- oder Frauenkraut bezeichnet. Bereits im Altertum galt sie als wertvolle Arzneipflanze, die in keinem Klostergarten fehlen durfte. Aus ihr werden bis heute Tinkturen und Teezubereitungen hergestellt, die vor allem bei Herz-, Verdauungs- und Schlafproblemen helfen sollen. Melissen Blätter können auch gegen innere Nervosität und Angstzustände eingesetzt werden und somit eine gute Alternative zu Kava Kava sein.

  1. Passionsblume

Diese Pflanze wurde zunächst nur als Zierpflanze genutzt, doch schon bald erkannte man die besondere Wirkung der Passionsblume für die Gesundheit des Menschen. Einschlaf- und auch Durchschlafstörungen können durch sie nachhaltig verbessert werden. Passionsblumenextrakt wirkt zudem beruhigend bei inneren Spannungszuständen. Auch als milder Angstlöser kann diese Heilpflanze angewendet werden. Sie ermüdet nicht und beeinträchtigt auch nicht die Konzentrationsfähigkeit. Sie ist somit ein echter Geheimtipp und eine sehr gute Alternative zu Kava Kava Extrakten.

  1. Lavendel

Auch diese Pflanze ist ein echter Helfer gegen Angststörungen. Besonders Lavendelöl hat nachgewiesenermaßen eine sehr gute Auswirkung auf diverse Angstsymptome. Bereits nach wenigen Tagen und Wochen bessern sich die Beschwerden merklich. Die Wirkung des Lavendels ist vergleichbar mit der von Benzodiazepinen, insbesondere wenn diese in einer geringen Dosis eingesetzt werden. Auch hier sollte eine bestimmte Dosierung nicht überschritten werden, um Nebenwirkungen wie Durchfall, Bauchschmerzen, Erbrechen und Übelkeit zu vermeiden. Allerdings hat Lavendel kein Suchtpotenzial.

In der Naturheilkunde gilt Lavendel als ein echter Geheimtipp zur Behandlung von leichten oder mittelschweren Angststörungen.

Fazit – können Kava Kava Präparate problemlos eingenommen werden?

Es ist grundlegend wichtig, die Kava Präparate gemäß den vorgegebenen Bedingungen einzunehmen. Des Weiteren müssen die einzelnen Präparate die Kriterien hinsichtlich Qualität, Unbedenklichkeit und Wirksamkeit in vollem Umfang erfüllen. Aus diesem Blickwinkel dürfen nur geprüfte Kava Extrakte eingesetzt und eingenommen werden. Günstige oder sogar ungeprüfte Präparate dürfen auf gar keinen Fall eingenommen werden!

Die neuesten wissenschaftlichen Studien zeigen hinsichtlich der klinischen Wirksamkeit keinerlei Zweifel auf. Kommt es doch zu anderen Auffassungen oder Aussagen, so beruhen diese meistens auf einer fehlenden Kenntnis, einer negativen Einstellung gegenüber Phytopharmaka oder einer falschen Einnahme.

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