Zimtbaum

Zimt ist eigentlich ein typisches Gewürz, welches zur Weihnachtszeit gehört und oft genutzt wird. Den charakteristischen Geschmack kennt wohl jeder, wenn er an Lebkuchen, Plätzchen oder Glühwein denkt. Bei Zimt handelt es sich um ein Rindengewürz und wird entweder von einem Zimtbusch oder einem Zimtbaum gewonnen.

Unterschieden wird unter zwei Zimtarten, zum einen gibt es den berühmten Ceylon- Zimt, der aus Sri- Lanka importiert wird, zum anderen gibt es Sorten, wo der Zimt an den Bäumen wächst. Hier wächst der Zimt von innen nach außen und nach rund 2 bis 3 Jahren wird der Baum beschnitten. Dieser Zimt kommt in der Hauptsache aus Indonesien und Vietnam.

Geschichte Zimtbaum:

Zimt ist eines der ältesten Gewürze überhaupt. Er wurde schon rund 3.000 Jahre v. Ch. in China, als Gewürz verwendet. 1502 brachte der Portugiese Vasco da Gama, nach seiner Landung im Jahre 1498 auf der Insel Ceylon, dem heutigen Sri Lanka, dieses Gewürz mit nach Europa. Dank seinem typischen Geschmack und der leichten Handhabung breitete es sich rasant schnell in ganz Europa aus.

In der heutigen Zeit wird der Zimtbaum in diversen tropischen Ländern kultiviert. Im tropischen Asien, auf den Karibischen Inseln und auf den Seychellen, hierbei handelt es sich jedoch um eine verwilderte Art.

Der Zimtbaum

Der echte Zimtbaum, auch Ceylon- Zimtbaum genannt, ist ein 6 bis 12 Meter hoher, immergrüner Baum mit bis zu 20 Zentimeter langen Blättern. Beim Zerreiben riechen die Blätter nelkenartig. Die kleinen, unscheinbaren Blüten sind in Rispen angeordnet, die Frucht ist beerenartig und wird vom Unterkelch bis zur Hälfte eingeschlossen.

Verwendet wird die Zimtrinde, das sind die vom äußeren Kork und Außenrinde befreite, getrocknete Rinde dünner Zweige und das daraus gewonnene Zimtöl. Je nach Dicke der Rinde und Art der Bearbeitung werden verschiedene Handelssorten unterschieden. In der Lebensmittelindustrie werden auch Zimtrinden anderer Arten verwendet (C. aromaticum = Chinesischer Zimt = Kassia- Zimt, C. burmanii = Pandang- Zimt und C. lourerii = Saigon- Zimt).

Steckbrief: Zimtbaum

Pflanze:Cinnamomun verum J. S. Presl
Familie:Lorbeergewächse (Lauraceae)
Herkunft:Beheimatet ist Zimt in Süd- und Südostasien. Der Hauptimport der Droge kommt aus Sri Lanka. Teilimporte kommen aus Malaysia, Madagaskar und den Seychellen.
Synonyme:Ceylon- Zimt, Ceylonesischer Zimtbaum, Kaneel Baum, Kanel, Malabar- Zimt

Anwendung:

Zimt ist bekannt dafür, dass er appetitanregend wirken soll. Ebenfalls zu nutzen ist er im Zusammenhang mit Magen- Darm- Erkrankungen. Dazu zählen unter anderem:

  • Blähungen
  • allgemeine Verdauungsstörungen
  • krampfartige Beschwerden
  • Durchfall
  • Diabetes Typ 2

In der Volksmedizin ist das Gewürz anerkannt bei leichten Magen- Darm- Krämpfen, Appetitlosigkeit, Übelkeit oder Erbrechen. Daneben wird die Zimtrinde bei Rheuma, Entzündungen, Erkältungen oder Menstruationsbeschwerden empfohlen.

Am bekanntesten ist Zimt sicherlich als Küchengewürz, aber auch in Arzneimitteln kommt er zum Tragen und wird teilweise als Geschmackskorrigens genutzt. Aufgrund der appetitanregenden Wirkung wird Zimt in der Homöopathie bei Magersucht verwendet, aber auch dazu, um den Blutdruck zu senken.

Die Zimtrinde enthält ein als Zimtöl bezeichnetes ätherisches Öl mit Zimtaldehyd als wertbestimmenden Anteil, sowie Eugenol, Phenolcarbonsäuren, Gerb- und Schleimstoffe und insekticid wirkende Diterpene. Zimtöl wirkt weiterhin hemmend auf das Wachstum von Bakterien und Pilzen, innerlich eingenommen wirkt es appetitanregend und motilitätsfördernd, heißt: es beschleunigt die Magen- Darm- Passage.

Daher werden Zubereitungen aus der Zimtrinde bei leichten, krampfartigen Verdauungsbeschwerden mit Blähungen, bei Völlegefühl und zur Anregung des Appetits verwendet. In Arzneizubereitungen wird Zimt weniger als Wirkstoff, sondern in der Regel zur Verbesserung des Geschmacks eingesetzt.

In einigen Untersuchungen konnte für Zimt ein Blutzucker- und cholesterinsenkender Effekt gefunden werden. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt kann eine Anwendung jedoch nicht empfohlen werden, da die richtige Dosierung und die Sicherheit einer langdauernden Einnahme noch nicht bekannt sind. (S. Hinweis).

Gebräuchlich ist die Verwendung als Gewürz in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie, als Zusatz für Kaugummis, sowie Zahnpasten, Mundwässern, Parfums und Seifen.

Im Gegensatz zum Ceylon- Zimt enthalten Zimtrinden anderer Arten, insbesondere jedoch der Kassia- Zimt beträchtliche Mengen Cumarin, welches Leberschäden hervorrufen kann. Da aus Kostengründen für industriell hergestellte, zimthaltige Süßwaren häufig der günstigere Kassia- Zimt zur Verwendung kommt, besteht ein gesundheitliches Risiko insbesondere für Kleinkinder. Auch als Nahrungsergänzungsmittel erhältliche Zimtpräparate können eventuell stark mit Cumarin belastet sein (s. Hinweis).

Weitere Anwendungsgebiete:

In der traditionellen Heilkunde, insbesondere in der Chinesischen Medizin und der Ayurvedischen Ernährungs- und Heillehre, nimmt der Zimt einen hohen Stellenwert ein. Hier gilt er als:

  • antioxidativ
  • durchblutungsfördernd
  • stimmungsaufhellend
  • entzündungshemmend
  • entspannend
  • krampflösend

Neuere Studien weisen sogar darauf hin, dass Zimt über einen positiven Einfluss auf Diabetes Typ 2 und einen zu hohen Cholesterinwert verfügt.

In der Zahnheilkunde wird der Zimt häufig gegen Zahnschmerzen eingesetzt und der Geruch soll nachweislich die Konzentration fördern. Wegen seiner stoffwechselfördernden Wirkung kann er beim Fettabbau helfen und auch die Libido soll durch den Zimtgenuss angeregt werden.

Darüber hinaus besitzt Zimt positive Eigenschaften bei Bronchitis und Husten, sowie eine adstringierende Wirkung. Somit ist Zimt ein ausgesprochen gesundes Gewürz und wird nicht umsonst als Superfood bezeichnet.

Inhaltsstoffe:

Während der chinesische Zimtbaum einen relativ hohen Anteil an Cumarinen enthält, sollte die in der Medizin verwendete Zimtrinde kein Cumarin oder höchstens Spuren davon aufweisen. Zimtrinde enthält:

Ätherisches Öl 0,5 – 2,5 % (Zimtaldehyd (65 – 75 %), Eugenol (5 %)
Gerbstoffe
Phenolcarbonsäuren

Das ätherische Öl der Zimtrinde ist der Hauptwirk- und Geschmacksstoff von Zimt. Es besteht hauptsächlich aus Zimtaldehyd und Eugenol. Darüber hinaus liefert Zimt viele Mineralstoffe und Spurenelemente wie:

  • Eisen
  • Kalium
  • Kalzium
  • Mangan
  • Magnesium
  • Zink

Zimt ist jedoch nicht nur ein hervorragendes Gewürz, die Zimtrinde, als auch das Zimtöl wurden vom HMPC (Committee on Herbal Medicinal Products- Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel der Europäischen Arzneimittelagentur), als traditionelles pflanzliches Arzneimittel bei Beschwerden des Verdauungstraktes und Unwohlsein eingestuft.

Die Kommission E/ ESCOP bescheinigte zudem der Zimtrinde eine Wirkung bei Appetitlosigkeit, bei dyseptischen Beschwerden und leichten krampfartigen Beschwerden im Magen- Darm- Bereich, bei Völlegefühl und Blähungen.

Dosierung:

Tee:
Ein Teelöffel (etwa 0,5 bis 1 Gramm) getrocknete und zerkleinerte Zimtrinde wird mit ca. 150 ml heißem Wasser übergossen, zugedeckt und 10 bis 15 Minuten stehen gelassen, danach abgeseiht. 2 bis 4 Mal täglich zur Appetitanregung eine halbe Stunde vor, bei Verdauungsbeschwerden nach dem Essen, eine Tasse frisch zubereiteten Tee trinken.

Eine Teebereitung ist nicht sehr gebräuchlich. Zimtöl ist wasserdampfig, daher sollte der Zimt nicht gekocht werden, damit seine ausreichende Ausbeute erhalten bleibt.

Zimtöl:
Tagesdosis 0,05 bis 0,2 Gramm ätherisches Öl, Zubereitungen entsprechend.

Zubereitungen:

Zimtrinde bzw. Öl wird vor allem zur Aromatisierung von Lebensmitteln (Getränke, Glühwein, Backwaren, Kaugummi) und, als Zusatz für Kosmetika verwendet. Die echte Zimtrinde ist auch in einigen Fertigarzneimitteln und Teemischungen zur Behandlung von Verdauungsbeschwerden enthalten.

Wirkung Zimtbaum

Die Zimtrinde verfügt über eine hemmende Wirkung auf das Wachstum von Pilzen und Bakterien (antibakteriell, fungistatisch). Die Effekte werden in der Hauptsache dem o- Methoxyzimtaldehyd zugeschrieben. Die krampflösende Wirkung beruht hingegen auf die Wirkung von Zimtaldehyd. Das ätherische Öl der Rinde reizt die Magenschleimhaut, was zu einer Anregung der Speichel- und Magensaftproduktion führt und indirekt die Darmbewegung fördert.

Zimt gilt weltweit als der Liebling unter den Gewürzen. Er verfügt über hohe Mengen an Antioxidantien, wirkt somit entzündungshemmend und auch effektiv gegen Diabetes. Zudem besitzt Zimt eine wärmende Wirkung und regt die Fettverbrennung an, er erhöht den Stoffwechsel und kann zur Gewichtsreduktion beitragen.

Hinweis:
Derzeit ist nicht bekannt, ob Zimtpräparate zu Nebenwirkungen führen könnten, besonders dann, wenn sie über einen längeren Zeitraum verabreicht werden. Es gibt jedoch Hinweise, dass Zimt die Wirkung von blutzuckersenkenden Arzneimitteln verstärkt und somit eine Unterzuckerung begünstigen kann.

  • Wird Kassia- Zimt, als Kapsel oder Tablette über einen längeren Zeitraum konsumiert, kann es aufgrund des darin enthaltenen Cumarins unter anderem zu einer Leberstörung kommen.
  • Nicht während der Schwangerschaft und Stillzeit anwenden!
  • Zimtaldehyd erwies sich im Tierversuch als teratogen. Schwangere sollten daher zimtreiche Süßspeisen (Milchreis mit Zimt und Zucker, Weihnachtsgebäck, Kaugummis mit einem Zimtanteil) nur gelegentlich zu sich nehmen. Die Verwendung von Zimtrinde in Mengen, die als Gewürz üblich sind, erscheint jedoch unbedenklich.
  • Zubereitungen und Süßspeisen mit Kassia- Zimt nur gelegentlich und in nicht zu großen Mengen verzehren!
  • Ein gesundheitliches Risiko besteht insbesondere für Kleinkinder!
  • Kassia- Zimt enthält größere Mengen an Cumarin, welches Leberschäden hervorrufen kann. In Handel erhältliche zimthaltige Süßwaren und Zimtpulver bestehen häufig aus Kassia- Zimt ohne, dass dieses deklariert werden muss. S. a. www.bfr.bund.de (Bundesinstitut für Risikobewertung)
  • Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegenüber Zimt oder Perubalsam!
  • Zimtöl enthält, als mittelstark eingestufte Allergene (Zimtaldehyd, Thymol, Eugenol, Linalool) und kann vor allem bei äußerer Anwendung sensibilisierend wirken und Schleimhautentzündungen hervorrufen.
  • Mit Vorsicht anwenden bei bestehenden Herz- Kreislauferkrankungen und Diabetes!

In höheren Dosen wirkt die Zimtrinde erregend auf die Darm-, Herz- und Atemtätigkeit, sowie der Schweißsekretion. Eine negative Auswirkung auf bestehende Herz- Kreislauferkrankungen kann daher bei der Verwendung von Zimtrinde, als Arzneimittel nicht ausgeschlossen werden.

Zimtrinde kann die Empfindlichkeit gegenüber Insulin erhöhen. Diabetes ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die nicht im Rahmen einer Selbstmedikation behandelt werden sollte. Nahrungsergänzungsmittel aus Zimtrinde sind nicht empfehlenswert, da eine positive Wirkung nicht gewährleistet ist und ein gesundheitliches Risiko durch das enthaltene Cumarin nicht auszuschließen ist. S. a. www.bfr.bund.de (Bundesinstitut für Risikobewertung)

Bei akuten Beschwerden, die länger als eine Woche andauern oder periodisch auftreten, ist eine Konsultation bei einem Arzt erforderlich!

Zimt für die Gesundheit?

Würzig, herb, aber doch auch süß, das einzigartige Aroma von Zimt ist besonders aus der Weihnachtszeit nicht mehr wegzudenken. Zimt ist nicht nur ein sehr altes Gewürz, es wurde schon im Altertum gegen diverse Krankheiten genutzt.

Zimt verfügt nicht nur über heilende Wirkungen, sondern wurde auch zum Einbalsamieren eingesetzt. Leider, kann Zimt der Gesundheit jedoch auch schaden, denn wie alle alten Naturheilmittel, hat Zimt nicht nur Vor-, sondern auch Nachteile.

Eine diese negativen Seiten an Zimt ist das Cumarin, dass sich im Kassia- Zimt befindet. Der Aromastoff kann in größeren Mengen bei Personen, die bereits einen Leberschaden haben, diesen noch vergrößern und im schlimmsten Fall zu Entzündungen führen.

Wissenswertes über Zimt und Zimtbaum

Der Handel bietet zwei unterschiedliche Sorten von Zimt an. Der Ceylon- Zimt ist der Ursprüngliche und hat zudem auch die wohl beste Qualität. Der Geschmack des Zimtes ist nicht nur edler, sondern auch aromatischer, aus diesem Grund aber auch nicht so kostengünstig.

In den meisten Lebensmitteln wird der billigere Kassia- Zimt verarbeitet. Dieser stammt von der Zimtkassie, dem chinesischen Zimtbaum. Hierbei handelt es sich in der Regel um die Zimtstangen, die in der Weihnachtszeit, als Deko verwendet werden.

Der Unterschied zwischen beiden Zimtarten lässt sich gerade hier gut erkennen. Die hochwertigen Zimtstangen vom Ceylon- Zimt bestehen aus mehreren Rindenstücken, die ineinandergesteckt sind und ähneln einer Zigarre. Die Rinde vom Kassia- Zimt ist hingegen um einiges dicker und rollt sich stark zusammen. Im Querschnitt bildet die Zimtstange einen dicken Ring, durch den geschaut werden kann.

Zimt ist bekannt dafür, dass er gegen Pilzbefall eingesetzt werden kann, das gilt vor allem für Pflanzen, da er nicht schädlich für sie ist und hier leicht helfen kann. Dazu etwas Zimtpulver in einen Blumentopf geben oder mit einem Pinsel ein Gemisch aus Wasser und Zimt auf die Blätter auftragen. Diese Methode eignet sich auch bei Stecklingen, um einen Befall im Vorfeld auszuschließen.

Zimt verfügt des Weiteren auf eine positive Wirkung auf das Hautbild, was sich auf folgende Faktoren zurückführen lässt. Zum einen ist Zimtöl reich an Antioxidantien, was die Haut vor einer schnellen Alterung schützt. Dieses gilt insbesondere für Raucher, die durch den Rauch freie Radikale aufnehmen. Zimt wirkt zum anderen stark durchblutungsfördernd, weshalb es auch in kosmetischen Produkten verarbeitet wird.

Durch die verstärkte Durchblutung der Haut, steigt die Fähigkeit zur Selbstgeneration und der Neubildung von Zellen.

Zimtöl zum Abnehmen

Zimt verursacht einen erhöhten Stoffwechsel im menschlichen Körper. Das hat den positiven Effekt, dass überschüssige Fettpolster schneller abgebaut werden können. Wenn der Blutzuckerspiegel im Blut ausreichend hoch ist, greift der Körper nicht auf eigene Fettpolster zurück, da er genügend Energie über den Blutzucker erhält.

Sinkt nun durch das Zimt der Blutzuckerspiegel, erhält der Körper das Signal von Energiemangel. Dadurch beginnt er Reserven anzugreifen und Fett wird verbrannt. Durch die erhöhte Wärme steigt der Stoffwechsel, was ebenfalls der Fettverbrennung zugutekommt.