Augentrost

Die einjährige, bis zu 30 cm hoch wachsende Wiesenpflanze besitzt ovale, gegenständig sitzende, grasgrüne Blätter. Die weißen Blüten sind häufig violett geadert und haben auf den unteren Blütenblättern einen gelben Fleck. Die Verwendung bei Augenleiden begründet sich vermutlich auf das einem entzündetem Auge ähnlichen Aussehen der Blüten (Signaturenlehre).

Steckbrief: Großblütiger Augentrost

Pflanze:Euphrasia rostkoviana Hayne
Familie:Braunwurzgewächse (Rachenblütler = Scrophulariaceae)
Herkunft:Der Augentrost ist in ganz Europa anzutreffen. Importiert wird die Droge aus südosteuropäischen Ländern.
Synonyme:Augenstrost, Milchdieb

Anwendung:

Verwendet werden die zur Blütezeit gesammelten und getrockneten oberirdischen Pflanzenteile. Über die Wirksamkeit liegen keine Untersuchungen vor, möglicherweise besitzen die im Kraut enthaltenen Phenolcarbonsäuren eine wachstumshemmende Wirkung auf Mikroorganismen.

Ausschließlich in der Volksheilkunde und Homöopathie werden Zubereitungen aus dem Augentrostkraut äußerlich zur Behandlung von Ermüdungserscheinungen oder entzündlichen Erkrankungen des Auges verwendet. Innerlich genommen soll es bei Husten, Heiserkeit und Schnupfen helfen.

Da für die Wirksamkeit des Augentrostkrauts keinerlei Belege vorhanden sind und eine äußerliche Anwendung am Auge wegen einer möglichen Keimbelastung unerwünschte Folgen haben kann, muss von der Verwendung abgeraten werden.

Dosierung:

Keine Empfehlung möglich.

Zubereitungen:

Im Handel erhältlich sind einige homöopathische Fertigarzneimittel.

Hinweise:

Aus hygienischen Gründen ist von einer Anwendung selbst hergestellter Augenbäder dringend abzuraten!