Beifuss

Der Beifuß ist eine Staude, deren derber, kantiger Stängel 30 cm bis über 2 m hoch austreiben kann, im Winter aber abstirbt. Die 5 bis 10 cm langen Laubblätter sind oberseits dunkelgrün und auf der Unterseite weißfilzig behaart. Die Blüten sind gelblich oder rotbraun und sind in Rispen angeordnet. Vom Gemeinen Beifuß gibt es eine europäische (Artemisia vulgaris var. vulgaris) und eine asiatische Varietät (var. indica), die sich geringfügig in der Zusammensetzung des ätherischen Öls unterscheiden. Verwendet wird Beifußkraut überwiegend als Gewürz für fetthaltige Speisen.

Steckbrief: Gewöhnlicher Beifuß

Pflanze:Artemisia vulgaris L.
Familie:Korblütengewächse (Asteraceae = Compositae)
Herkunft:Die Pflanze wächst in ganz Asien, Europa und Nordamerika. Importiert wird die Droge aus Osteuropa.
Synonyme:Besenkraut, Fliegenkraut, Gänsekraut, Gewürzbeifuss, Johannesgürtelkraut, Jungfernkraut, Sonnenwendkraut, Weiberkraut, Werzwisch, Wilder Wermut, Wisch

Anwendung:

Das Beifußkraut enthält ätherisches Öl, Sesquiterpensäuren und Sesquiterpenlactone sowie Flavonoide. Die Blütenpollen enthalten Glykoproteine, die Allergien auslösen können.

In der Volksheilkunde werden Zubereitungen aus dem Beifußkraut bei Verdauungsbeschwerden und Appetitlosigkeit verwendet. Die Wirksamkeit und Unbedenklichkeit sind hierfür jedoch nicht belegt, so dass eine medizinische Verwendung nicht empfohlen werden kann.

Im Haushalt wird Befußkraut vor allem zum Würzen fetter Speisen (Wildgerichte, zum Auslösen von Gänse- oder Schweinefett) verwendet. Die Verwendung als Gewürz erscheint unbedenklich

Dosierung:

Keine Empfehlung möglich.

Zubereitungen:

Beifußkraut wird als Gewürz und in der Homöopathie verwendet.

Hinweise:

Nicht während Schwangerschaft und Stillzeit anwenden!
Das ätherische Öl enthält Thujon, das eine stimulierende Wirkung auf den Uterus haben soll.

Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegenüber Beifuß oder anderen Korbblütengewächsen! Wie viele Korbblütengewächse kann auch der Beifuß Allergien auslösen (z.B. Sellerie-Beifuß-Karotten-Syndrom).