Benediktenkraut

Die distelartige, einjährige Pflanze wird bis zu 50 cm hoch. Ihre blassgelbe Blüten sind von stacheligen Hochblättern umgeben. Die länglichen Blätter sind dornig gezähnt und die Stängel behaart. Typisch ist der bittere Geschmack. Medizinisch verwendet werden die Blätter und die blühenden Zweigspitzen.

Steckbrief: Benediktenkraut

Pflanze:Cnicus benedictus L.
Familie:Korblütengewächse (Asteraceae = Compositae)
Herkunft:Das Benediktenkraut ist im gesamten Mittelmeerraum beheimatet. Der Drogenimport erfolgt aus Ost- und Südosteuropa. Auch Italien und Spanien exportieren die Droge nach Deutschland.
Synonyme:Bitterdistel, Heildistel, Spinnendistel

Anwendung:

Das Benediktenkraut enthält vor allem Bitterstoffe, darunter das Cnicin und ätherisches Öl, die die Speichel und Magensaftsekretion fördern. Es wird daher bei Appetitlosigkeit und Verdauungsbeschwerden eingesetzt.

Dosierung:

Tee:
1.5 bis 2 g (etwa 1 bis 2 Teelöffel) getrocknetes, zerkleinertes Benediktenkraut wird mit ca. 150 ml kochendem Wasser übergossen und nach 5 bis 10 Minuten abgeseiht. Zwei bis dreimal täglich eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten eine Tasse frisch bereiteten, ungesüßten Tee trinken.

Zubereitungen:

Benediktenkraut ist in einigen Teemischungen und Fertigarzneimitteln aus der Gruppe der Galle- und Lebermittel enthalten.

Hinweise:

  • Nicht während Schwangerschaft und Stillzeit anwenden!

  • Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegenüber Benediktenkraut oder anderen Korblütengewächsen!

  • Nicht anwenden bei Magen- oder Darmgeschwüren oder Krankheiten, bei denen eine Steigerung der Magensaftsekretion unerwünscht ist!

  • Bei akuten Beschwerden die länger als eine Woche andauern oder periodisch wiederkehren, ist eine Rücksprache mit dem Arzt erforderlich!