Lärche

Die Gattung umfasst mehrere Arten und eine Reihe von Kultivaren und Varietäten. Es sind sommergrüne, bis zu 35 m hoch wachsende Bäume mit quirlig angeordneten, waagrecht abstehenden Ästen. Die hellgrünen Blätter sind nadelförmig und weich und verfärben sich im Herbst goldgelb. Die einhäusige Pflanze besitzt männliche und weibliche Blüten.

Medizinisch verwendet wird der als Lächen- oder Venezianischer Terpentin bezeichnete Harzbalsam des Holzstamms.

Steckbrief: Lärche

Pflanze:Larix decidua MILL.
Familie:Kieferngewächse (Pinaceae)
Herkunft:Die Heimat der Lärche sind die Alpen und Karpaten. Eingeführt wurde sie in Nordamerika und England.
Synonyme:Europäische Lärche

Anwendung:

Der Harzbalsam der Lärche enthält Harzsäuren wie z.B. Laricinolsäure, ein unverseifbares Harz (Larioresen), ein ätherisches Öl mit dem Hauptbestandteil alpha-Pinen und Diterpene. Zubereitungen aus Lärchenterpentin werden in der Volksheilkunde äußerlich wegen des durchblutungsfördernden Effektes und der antiseptischen Wirkung zur Behandlung von rheumatischen Beschwerden, Furunkeln, Neuralgien oder Katarrhen der Atemwege angewandt.

Die Wirksamkeit ist jedoch nicht belegt.

In der Industrie wird Lärchenterpentin zur Herstellung von Lacken und Klebstoffen für Glas und Porzellan verwendet.

Dosierung:

10 bis 20 % in Salben, Gelen, Emulsionen und Ölen zur äußerlichen Anwendung.

Zubereitungen:

Einige Präparate mit Lärchenterpentin sind als äußerlich anzuwendende Mittel im Handel.

Hinweise:

  • Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegenüber ätherischen Ölen!
  • Nicht als Inhalation bei akuten entzündlichen Erkrankungen der Atemwege anwenden!
    Durch die Reizwirkung des Lärchenterpentins kann sich die Erkrankung verschlimmern.
  • Nicht im Bereich des Gesichts anwenden!
  • Nicht auf verletzter oder entzündeter Haut oder großflächig anwenden!
    In seltenen Fällen wurden allergische Hautreaktionen beobachtet.