Esskastanie

Die Ess-Kastanie ist ein bis zu 35 m hoch wachsender Baum mit starkem Stamm. Die länglichen Blätter werden bis zu 25 cm lang und 8 cm breit und sind am Rand stachelig gezähnt. Die männlichen Blüten bilden bis zu 20 cm lange unterbrochene Kätzchen, die weiblichen Blüten sind unscheinbar. Männliche Blüten verbreiten durch die Bildung von Trimethylamin einen fischartigen Duft, der kleine Käfer anlockt und für die Bestäubung sorgt. Die stärkehaltigen Früchte (Maronen) sind mit einer wollig behaarten Samenschale und einer braunen, ledrigen Schale umgeben. Die Nüsse liegen reifen in lindgrünen, mit spitzen Stacheln besetzten, igelartigen Fruchthülle. Die Maronen selbst dienen als Nahrungsmittel, die Blätter werden in der Volksheilkunde verwendet.

Steckbrief: Esskastanie

Pflanze:Castanea sativa Mill.
Familie:Buchengewächse (Fagaceae)
Herkunft:Die Ess-Kastanie wächst bevorzugt in Meeresnähe.
Synonyme:Echte Kastanie, Edelkastanie, Maronenbaum

Anwendung:

  • Bronchitis, Keuchhusten
  • Durchblutungsstörungen
  • Durchfallerkrankungen
  • Halsentzündungen (äußerlich als Gurgelmittel)

Kastanienblätter enthalten 6 – 8% Ellagitannine, die zu den Gerbstoffen zählen. Gerstoffhaltige Drogen werden wegen ihrer adstringierenden Wirkung medizinisch verwendet. Ellagitannine weisen jedoch im Vergleich zu anderen Gerbstoffen eine wesentlich geringere Wirkung auf. Die Wirksamkeit von Kastanienblättern bei den angegeben Indikationen ist nicht belegt, so dass eine Verwendung nicht empfohlen werden kann.

Dosierung:

Keine Empfehlung möglich.

Zubereitungen:

Extrakte aus Kastanienblättern sind in einigen Hustenpastillen enthalten.

Hinweise:

Es sind keine Risiken bekannt. Ob die langdauernde innerliche Anwendung tanninhaltiger Zubereitungen das Risiko für bestimmte Krebserkrankungen erhöhen kann, wird kontrovers beurteilt.