Henna

Die Henna ist ein 2 bis 6 m hoch wachsender Strauch mit weißlicher Rinde. Die kleinen, in Rispen stehenden Blüten sind weiß oder rosa gefärbt. Die 2 bis 4 cm langen Blätter sind gegenständig angeordnet, die Kurztriebe z.T. verdornt. Verwendet werden die getrockneten, pulverisierten Blätter, teilweise mit anderen färbenden Drogen vermischt. Man unterscheidet neutrales, rotfärbendes und schwarzes Hennapulver. Früher war für die Hennawurzel auch die Bezeichnung „Echte Alkanna“ gebräuchlich, wobei die Wurzel der Alkanna tinctoria als „Falsche Alkanna“ bezeichnet wurde.

Steckbrief: Henna

Pflanze:Lawsonia inermis L.
Familie:Blutweiderichgewächse (Lythraceae)
Herkunft:Die Heimat des Hennastrauches ist Indien und der Orient. Aus Ägypten und Indien wird die Droge importiert.
Synonyme:Ägyptisches Färbekraut, Ägyptischer Färbestrauch, Hennastrauch, Mundholz

Anwendung:

In den westlichen Ländern wird die Henna nur zu kosmetischen Zwecken verwendet. Die Hennablätter enthalten Gerbstoffe, Gallussäure und Farbstoffe vom Typ der 1,4-Naphtochinone (u.a. Lawson), die Haaren oder Haut eine langanhaltende Rotfärbung geben. Neutrale Henna soll die Haare ohne Färbung pflegen, es empfiehlt sich aber, vor der Anwendung die „Nicht-Färbe-wirkung“ zu überprüfen.

Die innerliche Anwendung gilt als bedenklich und sollte vermieden werden!

Dosierung:

Färben von Haaren:
Die gepulverten Blätter werden mit heißem Wasser angerührt, gelegentlich unter Zusatz von saurer Milch, Zitronensaft oder Rotwein. Der Farbbrei wird heiß auf die Haare aufgetragen (Vorsicht, die Haut wird mitgefärbt!) und mit Tüchern umwickelt. Nach dem Auswaschen erhält man je nach Ausgangshaarfarbe unterschiedliche Rottöne.

Färben von Haut:
Dazu wird der Hennabrei meist unter Zusatz von ätherische Ölen auf die Haut aufgetragen, um lang anhaltende Tatoos zu erhalten. Die Anwendung ist wegen möglicher allergischer Reaktionen jedoch nicht unproblematisch.

Zubereitungen:

Henna wird häufig in der Kosmetikindustrie als Zusatz zu Haarshampoos, Haarfärbemitteln und -pflegeprodukte verwendet.

Hinweise:

Keine innerliche Anwendung!

Nicht bei Kindern und während Schwangerschaft oder Stillzeit anwenden!

Nicht anwenden bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Henna!

Vor allem die Anwendung auf der Haut kann zu schweren Entzündungen führen. Oftmals ist nicht die Henna selbst, sondern Zusätze anderer Drogen oder ätherischer Öle die Ursache.