Herzgespann

Die bis 1,5 m hoch wachsende Pflanze ist ausdauernd und in Europa und Zentralasien heimisch. Der Name leonurus bedeutet “Löwenschwanz” und bezieht sich auf das Aus-sehen der Scheinähren. Verwendet werden die zur Blütezeit gesammelten oberirdischen Teile.

Steckbrief: Herzgespann

Pflanze:Leonurus cardiaca L.
Familie:Lippenblütler (Lamiaceae)
Herkunft:Beheimatet ist das Herzgespann in Europa, Himalajy, Westasien und Ostsibirien. Die Droge wird hauptsächlich aus Osteuropa importiert.
Synonyme:Bärenschweif, Löwenschwanz, Mutterwurz, Wolfstrapp

Anwendung:

Herzgespann dient zur Behandlung leichter nervöser Herzbeschwerden auch im Rahmen einer Schilddrüsenüberfunktion (als Adjuvans).Es soll auch gegen klimakterische Beschwerden helfen. Die Wirksamkeit ist jedoch nicht wissenschaftlich belegt und begründet sich auf die volksmedizinische Anwendung.

Dosierung:

Tee:
Ein Teelöffel (ca. 1 g) Herzgespannkraut wird mit heißem Wasser übergossen und nach 10 Minuten abgeseiht. Tagesdosis entsprechend 4,5 g Droge.

Fluidextrakt (1:1):
3 mal täglich 2 – 4 ml.

Tinktur (1:5):
3 mal täglich 2 – 6 ml.

Zubereitungen:

Einige wenige Kombinationspräparate aus der Gruppe der Herzmittel enthalten Herzgespann als Bestandteil. Wissenschaftliche Informationen zur Wirksamkeit dieser Präparate fehlen bisher, die Anwendung wird ausschließlich volksmedizinisch begründet.

Hinweise:

Wegen der Wirkung auf die Gebärmutter, soll Herzgespannkraut nicht während der Schwangerschaft angewendet werden!