Hibiskus

Der Hibiskus ist eine einjährige, bis zu 5 m hoch wachsende, krautige Pflanze, deren Blüten nach dem Verblühen rot und fleischig werden. Verwendet werden die zur Fruchtzeit geernteten und getrockneten Kelche und Außenkelche, die vorwiegend zur Bereitung von Erfrischungsgetränken als Malventee bekannt sind. Typisch ist der leicht säuerliche Geschmack.

Steckbrief: Hibiskus

Pflanze:Hibiscus sabdariffa L.
Familie:Malvengewächse (Malvaceae)
Herkunft:Der Hibiscus wächst in den Tropen. Importiert wird die Droge aus Ägypten, China, Mexiko, dem Sudan und Thailand.
Synonyme:Afrikanische Malve, Karkade, Rama, Roselle, Sabdariff-Eibisch

Anwendung:

Hibiskusblüten enthalten Pflanzensäuren (Zitronen-, Äpfel-, Weinsäure), die dem Tee den typischen Geschmack verleihen. Weiterhin enthält die Droge Anthocyane, die dem Tee die rote Färbung geben, sowie Phytosterole, Schleimstoffe und Pektine.

Verwendet werden Hibiskusblüten vorwiegend als Lebensmittel, in der Volksheilkunde auch zur Behandlung von Erkältungen und Kreislaufbeschwerden sowie als mildes Abführmittel. Die Wirksamkeit ist jedoch nicht belegt, so dass die medizinische Verwendung nicht empfohlen werden kann. Die Verwendung als Lebensmittel erscheint unbedenklich, Schwangere sollten jedoch mit Hibiskusblüten vorsichtig sein (s. Hinweise).

Dosierung:

Tee:
1.5 g (etwa ein halber Teelöffel) zerkleinerte, getrocknete Hibiskusblüten werden mit ca. 150 ml siedendem Wasser übergossen und nach 5 bis 10 Minuten abgeseiht.

Zubereitungen:

Hibiskusblüten sind Bestandteil vieler Kräuter- und Füchtetees zur Verwendung als Erfrischungsgetränk.

Hinweise:

Nur mit Vorsicht während der Schwangerschaft anwenden!

Im Tierversuch zeigte sich eine Wirkung auf den Uterus, so dass eine negative Beeinflussung der Schwangerschaft nicht ausgeschlossen werden kann.

In größeren Mengen kann Malventee abführend wirken, vermutlich aufgrund der schwer resorbierbaren Fruchtsäuren.