Leberblümchen

Die Pflanze steht unter Artenschutz! Das Leberblümchen gehört zu den im Frühling am frühesten blühenden Pflanzen. Es wird bis zu 15 cm groß, besitzt dreilappige Blätter und zarte, violett gefärbte Blütenblätter.

Die frische Pflanze enthält Protoanemonin, das bei Kontakt mit Haut oder Schleimhäuten stark reizend wirkt und zu Rötung, Juckreiz und sogar Blasenbildung führen kann (Hahnenfussdermatitis)!

Steckbrief: Leberblümchen

Pflanze:Hepatica nobilis Gars.
Familie:Hahnenfussgewächse (Ranunculaceae)
Herkunft:Die Pflanze wächst in fast ganz Europa (außer Dänemark und den atlantischen Gebieten), in Korea und Japan.
Synonyme:Blaue Schlüsselblume, Gulden Leberkraut, Hasenwurz, Herzleberkraut, Märzblümchen, Windblume

Anwendung:

Volksmedizinisch wird Leberblümchenkraut gegen Lebererkrankungen aller Art verwendet. Die Wirkung ist jedoch wissenschaftlich nicht belegt, so dass die Anwendung nicht empfohlen werden kann. Das in der Frischpflanze enthaltene Protoanemonin wirkt stark reizend auf Haut und Schleimhäute! (s. Hinweise)

Dosierung:

Keine Empfehlung möglich.

Zubereitungen:

Die medizinische Verwendung von Leberblümchenkraut wird nicht empfohlen.

Hinweise:

Keine Anwendung während der Schwangerschaft!
Das in der frischen Pflanze enthaltene Protoanemonin wirkt stark reizend auf Haut und Schleimhäute. Bei Einnahme von größeren Mengen der frischen Pflanze kann es zu schwerer Reizung des Magen- und Darmtraktes mit Koliken und Durchfällen und zu Reizungen der Nieren und ableitenden Harnwege kommen. Ein Kontakt mit der Haut kann zu Entzündungen bis hin zur Blasenbildung führen. Beim Trocknen der Pflanze wird das Protoanemonin zerstört.