Pfingstrose

Die 60 – 90 cm hoch wachsende, mehrjährige, krautige Pflanze besitzt knollige Speicherwurzeln. Die großen, glänzenden, grünen Blätter sind gefiedert und auf der Unterseite behaart. Die Blüten erreichen einen Durchmesser von bis zu 13 cm und sind bei den Gartenformen gefüllt. Die Samen reifen in einer Balgfrucht. Die Pflanze gilt als schwach giftig. Verwendet werden die Blütenblätter und die Wurzel vor allem in der Homöopathie.

Die Großblättrige Pfingstrose (P. masculata) besitzt ähnliche Inhaltsstoffe, während die Chinesische Pfingstrose (P. lactiflora) in China und Japan als Heilpflanze gilt.
Steckbrief Pfingstrose, Echte

Pflanze:Paeonia officinalis L.
Familie:Pfingstrosengewächse (Paeoniaceae)
Herkunft:Die Pfingstrose ist in den Gebirgen des südlichen Europa von Portugal bis Albanien und Ungarn bis Kleinasien heimisch und wird als Gartenpflanze verwendet.
Synonyme:Ballerose, Bauernrose, Fustros, Gichtrose, Pumpelrose, Pumprose

Anwendung:

  • neurologische Erkrankungen
  • Hauterkrankungen

Die Pfingstrose enthält Gerbstoffe, die roten Blüten Anthocyane, die Wurzel Monoterpene mit der Hauptkomponente Paeoniflorin. Zubereitungen aus der Pfingstrose wurden in der Volksmedizin bei vielen neurologischen Erkrankungen wie Epilepsie, als Brechmittel bei Haut- und Schleimhauterkrankungen und anderen Krankheitsbildern eingesetzt. Untersuchungen zur Wirksamkeit existieren nicht, sodass eine Anwendung nicht empfohlen werden kann.

Heutzutage dienen die Blütenblätter zur Schönung von Teemischungen und zum Färben von Hustensäften. Arzneilich werden Blüten und Wurzel nur noch in homöopathischen Präparaten eingesetzt.

Dosierung:

Keine Empfehlung möglich.

Zubereitungen:

Homöopathische Zubereitungen.

Hinweise:

Pfingstrosenpflanzenteile sollen insbesondere bei hoher Dosierung zu Übelkeit, Erbrechen, Koliken und Durchfällen führen.