Schlüsselblume

Die in Mitteleuropa bis in südeuropäische Gebirge beheimatete Pflanze gehört zu den im Frühjahr als erste blühende Wiesenblume. Charakteristisch sind ihre goldgelben Blüten, die in einer Dolde zu einer Seite hin geneigt sind und an einen Schlüsselbund erinnern. Medizinisch verwendet werden die Wurzeln und die schwächer wirksamen Blüten der Wiesenschlüsselblume (Primula veris) und der Wald- oder Hohen Schlüsselblume (Primula elatior).

Steckbrief: Schlüsselblume

Pflanze:Primula veris L.
Familie:Primelgewächse (Primulaceae)
Herkunft:Die Pflanze ist im ganzen mittleren Europa bis in die südeuropäischen Gebirge angesiedelt.
Synonyme:Apothekerprimel, Aurikel, Erdprimel, Frühlingsschlüsselblume, Himmelsschlüssel, Osterblume, Peterschlüssel, Primel, Waldschlüsselblume, Wiesen-Schlüsselblume

Anwendung:

Die Schlüsselblume eignet sich wegen ihres Gehaltes an Saponinen zum Lösen von Schleim und Erleichterung des Abhustens bei Husten und Bronchitis. Die Saponine finden sich überwiegend in der Wurzel, sind aber auch in geringerer Menge in den Kelchblättern der Blüte enthalten. Vor allem bei Kontakt der Blüten mit der Haut können Allergien ausgelöst werden.

Dosierung:

Tee:

Die Teezubereitung spielt in der Anwendung nur eine untergeordnete Rolle. Meist empfehlen sich Teemischungen, die Primelwurzel oder -blüten enthalten.

Blüten:

1 Teelöffel (ca. 1,3 g) Blüten werden mit ca. 150 ml kochendem Wasser übergossen und nach 10 Minuten abgeseiht. Vor allem morgens nach dem Aufwachen und abends vor dem Schlafengehen eine Tasse frisch bereiteten Tee möglichst heiß trinken.

Tagesdosis: 2 bis 4 g.

Wurzeln:

0,2 bis 0,5 g (1 Teelöffel entspricht ca. 3,5 g) werden mit ca. 150 ml kaltem Wasser angesetzt, aufgekocht und nach 5 Minuten abgeseiht. Mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Tagesdosis: 0,5 bis 1,5 g.

Zubereitungen:

Die Schlüsselblume ist Bestandteil von Tees, Tinkturen und Sirupen gegen Husten und Atemwegserkrankungen.

Hinweise:

Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegenüber Primeln!
Bei empfindlichen Personen können wegen der reizenden Wirkung der Saponine Magenbeschwerden und Übelkeit auftreten.
Bei akuten Beschwerden, die länger als eine Woche andauern oder immer wieder kehren, sollte ein Arzt aufgesucht werden.