Sternanis

Der Echte Sternanis ist ein bis zu 10 m hoch wachsender, immergrüner Baum mit birkenähnlicher Rinde. Die kugeligen Blüten sind gelblich- oder rötlich-weiß. Die Früchte sind rotbraune, korkig-holzige Sammelbalgfrüchte, die sternförmig angeordnet sind und einen glänzend braunen Samen enthalten. Selten können Verwechslungen mit den Früchten des Japanischen Sternanis (Illicium anisatum L.) = Shikimifrüchte vorkommen, die sehr giftig sind!

Steckbrief: Sternanis

Pflanze:Illicium verum Hook. fil.
Familie:Illiciaceae
Herkunft:Die Pflanze wird in China und Vietnam angebaut und ist nur in Kultur bekannt.
Synonyme:Badian, Sternanis, Sternanisbaum, Chinesischer Sternanis

Anwendung:

Das ätherische Öl des Sternanis ähnelt in seiner Zusammensetzung dem des Anis (s. Pimpinella anisum L.), besitzt allerdings zusätzlich Foeniculin, das im Anis nicht vorkommt. Die medizinische Anwendung ist jedoch nicht so gebräuchlich, bekannt ist Sternanis vor allem durch seine Verwendung als Glühweingewürz. (s. auch Anis)

Dosierung:

Tee:
Eine medizinische Verwendung von Sternanis ist nicht üblich. Im Handel erhältliches Anisöl wird überwiegend aus Sternanisfrüchten gewonnen.

Zubereitungen:

Der Sternanis wird überwiegend zur Gewinnung von Anisöl und in der Lebensmittelindustrie zur Aromatisierung von Speisen und Getränken eingesetzt. Die Verwendung zur Herstellung von Arzneimitteln kommt gelegentlich vor, dient dann aber meistens zur Geschmacksverbesserung.

Hinweise:

  • Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegenüber Anethol oder Anis!
  • Das ätherische Öl nicht unverdünnt einnehmen!
    Auch geringe Mengen können Erbrechen, Übelkeit, Krampfanfälle und Lungenödem hervorrufen.
  • Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt, Gewürze und Kräutertees, die Estragol und/oder Methyleugenol enthalten, nicht in größeren Mengen über längere Zeiträume einzunehmen. Dies gilt in besonderem Maße für Kinder und während Schwangerschaft und Stillzeit. Als Beispiele werden hier genannt: Estragon, Basilikum, Anis, Sternanis, Piment, Muskatnuss, Lemongras sowie Bitterfenchel- und Süßfenchelfrüchte.