Tausendgüldenkraut

Die bis zu 50 cm hoch wachsende, zweijährige Pflanze ist in ganz Europa heimisch und bildet mehrere Unterarten. Im ersten Jahr erscheint eine grundständige Blatt-rosette, erst im zweiten Jahr bildet sich ein aufrechter, oberwärts verzweigter, blütentragender Stängel. Die hellrosa bis roten, selten weißen Blüten bilden eine Trugdolde. Medizinisch verwendet wird das rasch getrocknete, blühende Kraut.

Steckbrief: Echtes Tausendgüldenkraut

Pflanze:Centaurium erythraea Rafn.
Familie:Enziangewächse (Gentianaceae)
HerkunftDie Pflanze wächst in Europa, Nordafrika, Nordamerika und im westlichen Asien. Importiert wird die Droge aus Jugoslawien, Marokko, Ungarn und Bulgarien.
Synonyme:Roter Aurin, Bitterkraut, Erdgallenkraut, Fieberkraut

Anwendung:

Tausendglüldenkraut enthält u.a die sehr bitter schmeckenden Iridoide sowie Secoiridoidalkaloide und Xanthone.

Tausendgüldenkraut wird wegen seines hohen Bitterwerts zur Behandlung von Verdauungsstörungen und zur Anregung des Appetits verwendet.

Ein Qualitätstee zeichnet sich durch einen hohen Gehalt an Blüten aus, da in den Blüten die meisten Bitterstoffe enthalten sind.

Tausendgüldenkraut besitzt möglicherweise auch entzündungshemmende und fiebersenkende Effekte.

Dosierung:

Tee:
1 Teelöffel (ca. 1.8 g) zerkleinertes Tausendgüldenkraut wird mit ca. 150 ml siedendem Wasser übergossen und nach 15 Minuten abgeseiht. 2 – 3 mal täglich zur Appetitanregung eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten, zur Behandlung von Verdauungsstörungen nach den Mahlzeiten eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken.

Mittlere Tagesdosis:
6 g getrocknetes Tausendgüldenkraut.

Zubereitungen:

Tausendgüldenkraut ist Bestandteil von Tees und anderer pflanzlicher Fertigpräparate aus der Gruppe der Magen-, Darm- und Gallemittel.

Hinweise:

Wegen der Anregung der Magensäuresekretion sollte Tausendgüldenkraut nicht bei Magen- oder Darmgeschwüren verwendet werden!

Bei akuten Beschwerden, die länger als eine Woche anhalten oder periodisch wiederkehren, wird die Rücksprache mit dem Arzt empfohlen.

Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch sind keine Nebenwirkungen oder Risiken bekannt.