Vogelknöterich

Der häufig an Wegrändern wachsende Vogelknöterich ist eine einjährige Pflanze mit etwa 60 cm langem, vielfach verzweigtem Hauptstängel, der bei der jungen Pflanze aufrecht, später niederliegend ist. Die kleinen, meist rosa gefärbten Blüten sitzen einzeln oder zu wenigen in den Blattachseln. Die wechselständigen Blätter sind länglich und ganzrandig, an den Zweigspitzen häufig sehr klein.

Medizinisch werden die zur Blütezeit gesammelten und getrockneten oberirdischen Pflanzenteile verwendet.

Steckbrief: Vogelknöterich

Pflanze:Polygonum aviculare L.
Familie:Knöterichgewächse (Polygonaceae)
Herkunft:Die Pflanze ist in den gemässigten Gebieten auf der ganzen Erde beheimatet. Importiert wird die Droge aus Osteuropa.
Synonyme:Blutkraut, Laufrasen, Plattsaat, Saugras, Saukraut, Wegetred, Wegetritt, Weggras, Wegkraut, Zerrgras

Anwendung:

Der Vogelknöterich enthält u.a. Flavonoide mit dem Hauptbetandteil Avicularin, Schleimstoffe, Kieselsäure und wenig Gerbstoffe. Zubereitungen aus der Droge sollen entzündungshemmend und adstringierend wirken und werden in der Volksmedizin zur unterstützenden Behandlung von Atemwegserkrankungen und entzündlichen Veränderungen der Mund- und Rachenschleimhaut verwendet.

Dosierung:

Tee:
Ein gehäufter Teelöffel (etwa 1.5 g) zerkleinertes, getrocknetes Vogelknöterichkraut werden mit ca. 150 ml kaltem Wasser angesetzt, kurz aufgekocht und nach 5 bis 10 Minuten abgeseiht. 3 bis 5 mal täglich eine Tasse Tee trinken.

Zubereitung:

Vogelknöterichkraut ist Bestandteil einiger Hustenteemischungen und weniger Fertigarzneimittel zur Behandlung von Husten.

In der Homöopathie werden Zubereitungen aus der frischen Pflanze gegen Rheumatismus der Finger verwendet.

Hinweise:

Nicht ohne ärztlichen Rat während Schwangerschaft und Stillzeit anwenden!
Die Unbedenklichkeit des Vogelknöterichkrauts ist nicht erwiesen.