Johannisbeere

Die Schwarze Johannisbeere ist ein etwa 2 m hoher, sommergrüner Strauch mit 3–5 – lappigen Blättern. Die grünlichweißen Blüten sitzen in hängenden Trauben und bilden blauschwarze, kugelige Früchte. Die Beeren und auch der Strauch riechen eigenartig. Die Blätter und die Früchte sind nur in der Volksmedizin von Bedeutung, ansonsten eher als Lebensmittel zu betrachten.

Steckbrief: Johannisbeere

Pflanze:Ribes nigrum L.
Familie:Stachelbeergewächse (Grossulariaceae)
Herkunft:Die Pflanze ist in Mittel- und Osteuropa, Australien und Kanada beheimatet. Importiert wird die Droge hauptsächlich aus Polen, Rumänien und Ungarn.
Synonyme:Ahlbeere, Bocksbeere, Cassis, Gichtbeere, Schwarze Träuble, Wanzenbeere

Anwendung:

Blätter der Schwarzen Johannisbeere:
Die während oder kurz nach der Blütezeit gesammelten Blätter enthalten Flavonoide, Proanthocyanidine und Vitamin C. Volksmedizinisch werden sie zur Erhöhung der Harnmenge und bei Gicht oder Rheuma angewandt. Die frischen, zerriebenen Blätter werden zur Behandlung von Insektenstichen verwendet.

Früchte:
Die reifen Früchte sind reich an Anthocyanen, Flavonoiden, Polyphenolen und Vitamin C, das Öl der Samen an gamma-Linolensäure. Volksmedizinisch verwendet werden die frischen Früchte in Form von Sirupen, Saft oder Bonbons, die getrockneten Beeren in Form von Tee zur unterstützenden Behandlung von Erkältungskrankheiten.

Die Wirksamkeit bei den angegebenen Anwendungsgebieten ist nicht belegt, so dass eine therapeutische Verwendung nicht empfohlen werden kann, es spricht jedoch nichts gegen eine Verwendung als Lebensmittel.

Dosierung:

Keine Empfehlung möglich.

Zubereitungen:

Blätter der Schwarzen Johannisbeere sind Bestandteil verschiedener sog. „Haus- und Familientees“, die als Lebensmittel zu betrachten sind. Zubereitungen aus den Beeren sind als Saft, Marmelade, Bonbons oder andere Süßwaren erhältlich.

Hinweise:

Tee aus den Blättern der Schwarzen Johannisbeere: Nicht anwenden bei Ödemen, die durch eine eingeschränkte Nieren- oder Herztätigkeit bedingt sind.

Erkrankungen dieser Ursache bedürfen der Behandlung durch den Arzt! Ansonsten sind keine Risiken oder Nebenwirkungen bekannt.