Alant

Der Alant ist eine bis zu 1.8 m hoch wachsende, ausdauernde Staude. Die intensiv gelben Blüten bestehen aus sehr schmalen Zungen- und vielen kleinen Röhrenblüten. Die großen, derben Laubblätter sind fein gezähnt und an der Unterseite filzig behaart. Die Pflanze wirkt stark allergen und kann schwere Hautausschläge (Kontaktdermatitis) verursachen!

Steckbrief: Alant

Pflanze:Inula helenium L.
Familie:Korblütengewächse (Asteraceae = Compositae)
Herkunft:Beheimatet ist der Alant in Asien und Europa. Auch in China und den USA ist er mittlerweile anzutreffen.
Synonyme:Alantwurzel, Brustalant, Darmwurz, Donavarwurzel, Edelherzwurzel, Edelwurz, Glockenwurz, Großer Heinrich, Helenenkraut, Odinskopf, Schlangenwurz

Anwendung:

Der Alantwurzelstock enthält Sesquiterpenlactone, Inulin und ätherisches Öl. Volkstümlich wurde die Droge bei Erkrankungen im Bereich der Atemwege, des Magen-Darm-Traktes (z.B. bei Wurmbefall) sowie im Bereich der Niere und ableitenden Harnwege verwendet. Die Wirksamkeit ist jedoch nicht belegt. Zudem besitzt der Alant eine starke allergisierende Wirkung, so dass eine Anwendung nicht empfohlen werden kann (s. Hinweis).

Obwohl eine äußerliche Anwendung zu Hautausschlägen (Kontaktekzem) führen kann, werden noch Zubereitungen aus der Alantwurzel in kosmetischen Präparaten eingesetzt.

Dosierung:

Keine Empfehlung möglich.

Zubereitungen:

Aufgrund der allergisierenden Wirkung sind keine Fertigpräparate oder Teemischungen mit dem Alantwurzelstock mehr im Handel. Vereinzelt wird die Droge noch kosmetischen Präparaten zugesetzt.

Hinweise:

Die Sesquiterpenlactone des Alantwurzelstocks können Allergien auslösen. Diese Allergien bestehen oft dann auch gegenüber anderen Korbblütengewächsen, wie z.B. Kamille, Ringelblume und Arnika. Die Anwendung sollte daher gemieden werden!

Die Einnahme größerer Mengen von Alantwurzelstock kann zu Erbrechen, Duchfall, Krämpfen und Lähmungserscheinungen führen!