Blutweiderich

Der Blutweiderich ist eine stattlich, ausdauernde, krautige Staude, die häufig an feuchten Standorten mit humurösen Boden vorkommt. Aus dem Rhizom entspringen mehrere 4-kantige Stängel mit gegen- oder wechselständig angeordneten länglich-elliptischen Blättern. Auffällig sind die weinroten Blüten, die in dichten Quirlen eine endständige Ähre bilden. Vom Blutweiderich sind 3 verschiedene Ausformungen der Blüten bekannt, so dass die Pflanze nur mittels Insekten bestäubt werden kann. Die Frucht ist eine zweiklappige Kapsel. Medizinisch verwendet werden die Blütentriebe während der Blütezeit.

Steckbrief: Blutweiderich

Pflanze:Lythrum salicaria L.
Familie:Weiderichgewächse (Lythraceae)
Herkunft:Der Blutweiderich wächst in Europa einschl. Russland, in Mittelasien, Australien und Nordamerika.
Synonyme:Brauner Weiderich, Roter Weiderich

Anwendung:

  • Durchfallerkrankungen
  • Menstruationsbeschwerden
  • äußerlich bei Hämorrhoiden

Wirkungsweise ist medizinisch nicht gesichert!

Die Blütentriebe des Blutweiderichs enthalten Gerbstoffe (Gallotannine), Flavonoide (Vitexin, Orientin) und weitere Inhaltsstoffe. Die traditionelle Anwendung bei Durchfallerkrankungen sind aufgrund des Gerbstoffgehalts plausibel. Das ebenfalls enthaltene Glycosid Salcarin soll zudem antimikrobielle Wirkungen besitzen. Die Verwendung als blutstillendes Mittel entspricht der Signaturenlehre. Allerdings gibt es kaum Untersuchungen zur Wirksamkeit, so dass eine Anwendung nicht empfohlen werden kann.

Dosierung:

Keine Empfehlung möglich.

Zubereitungen:

Homöopathische Arzneimittel.

Hinweise:

Aufgrund der fehlenden Daten über Unbedenklichkeit und Wirksamkeit kann nach derzeitigem Kenntnisstand die Anwendung abgesehen von homöopathischen Indikationen nicht empfohlen werden.