Fuchskreuzkraut

Das Fuchskreuzkraut ist eine bis zu 140 cm hoch wachsende Staude und kommt wild in Europa vor. Es gibt noch zahlreiche andere Senecio-Arten, die alle bei Dauergebrauch leberschädigende Inhaltsstoffe (Pyrrolizidinalkaloide) enthalten. Eine medizinische Verwendung ist daher nicht gerechtfertigt.

Steckbrief: Fuchskreuzkraut

Pflanze:Senecio fuchsii Gmel.
Familie:Korblütengewächse (Asteraceae = Compositae)
Herkunft:Die Pflanze ist in vielen Gegenden Süd- und Westeuropas beheimatet. Drogenimporte stammen aus Osteuropa.
Synonyme:Fuchssches Kreuzkraut, Greiskraut, Hain-Greiskraut, Hainkreuzkraut, Kreuzkraut

Anwendung:

In der Volksheilkunde wurde das Fuchskreuzkraut früher vor allem bei starken Monatsblutungen und Zwischenblutungen, aber auch bei anderen Schleimhautblutungen verwendet. Aufgrund der toxischen Inhaltstoffe sollte das Fuchskreuzkraut und andere Senecio-Arten nicht mehr verwendet werden (s. Hinweise). Auch die manchmal empfohlene Anwendung als Diabetikertee ist nicht vertretbar.

Dosierung:

Keine Empfehlung möglich, da die medizinische Anwendung als ungerechtfertigt erscheint (s. Hinweise).

Zubereitungen:

Abgesehen von homöopathischen Zubereitungen keine.

Hinweise:

Senecio-Arten enthalten wechselnde Mengen an leberschädigenden Pyrrolizidinalkaloiden. Diese Alkaloide führen bei längerer Anwendung nachweislich zu Leberschäden und können sogar Krebs erzeugen. Weiterhin vermutet man eine fruchtschädigende (teratogene) Wirkung.