Geißraute

Die Geißraute ist eine kräftige, bis zu 1 m hoch wachsende, mehrjährige Staude mit unpaarig gefiederten Blättern. Die blauweißen Schmetterlingsblüten stehen in dichten Trauben. Die Pflanze ist für Weidevieh giftig!

Steckbrief: Geißraute

Pflanze:Galega officinalis L.
Familie:Schmetterlingsblütengewächse (Fabaceae = Leguminosae)
Herkunft:Die Pflanze wächst in Mittel-, Ost- und Südeuropa. Importiert wird die Droge aus Bulgarien, Polen und Ungarn.
Synonyme:Bockskraut, Fleckenkraut, Galei, Geißklee, Pestilenzkraut, Pockenraute, Suchtkraut, Ziegenraute

Anwendung:

Die oberirdischen Pflanzenteile enthalten Guanidinverbindungen, darunter das Galegin, das im Tierversuch blutzuckersenkend wirkt. Die in der Volksheilkunde früher übliche Anwendung zur unterstützenden Behandlung einer Zuckerkrankheit kann wegen der Unsicherheit der Wirkung und der heutzutage verfügbaren besseren Behandlungsmethoden nicht empfohlen werden. Zubereitungen aus dem Geißrautenkraut sind nur noch in der Homöopathie üblich.

Dosierung:

Keine Empfehlung möglich!

Zubereitungen:

Einige homöopathische Arzneimittel sind im Handel erhältlich.

Hinweise:

Angesichts der möglichen unerwünschten Wirkungen muss vor einer Anwendung des Geißrautenkrauts gewarnt werden!

Eine Zuckerkrankheit erfordert immer eine Behandlung durch den Arzt. Tödliche Vergiftungen von Weidevieh wurde beobachtet.