Gartenbohne

Giftpflanze! Die Gartenbohne ist eine vielerorts kultivierte Gemüsepflanze. Sie kann in einer niedrig wachsenden, buschigen (Buschbohne) oder in einer kletternden Form, die dann eine Höhe bis 4 m erreicht (Stangenbohne), vorkommen. Die Schmetterlingsblüten können weiß, gelblich oder violett gefärbt sein. Die dreizähligen Blätter sind gestielt. Die Bohnensamen sowie die Schoten enthalten eine giftige Eiweißverbindung (Phasin), die durch Kochen zerstört wird. Daher sollten Bohnen niemals roh gegessen werden. Medizinisch verwendet werden die von den Samen befreiten Hülsen (Schoten).

Steckbrief: Gartenbohne

Pflanze:Phaseolus vulgaris L.
Familie:Schmetterlingsblütengewächse (Fabaceae = Leguminosae)
Herkunft:Die Gartenbohne stammt aus Amerika.
Synonyme:Buschbohne, Schminkbohne

Anwendung:

Bohnen sind aufgrund ihres hohen Gehaltes an Eiweiß ein wertvolles Nahrungsmittel. Roh genossen, können jedoch bereits wenige Samen zu schweren Vergiftungserscheinungen führen, da das enthaltene Phasin die Magen- und Darmschleimhaut zu schädigen vermag.

Bohnenhülsen enthalten Aminosäuren, Hemicellulosen, Mineralstoffe und andere Substanzen, die harntreibend und blutzuckersenkend wirken sollen. Zubereitungen aus den Bohnenhülsen werden daher zur unterstützenden Behandlung von Harnwegserkrankungen und zur Durchspülungstherapie verwendet.

Die blutzuckersenkende Wirkung beruht möglicherweise auf den Gehalt an Chromsalzen. Chrom ist ein essentielles Spurenelement, das der Organismus zur Bildung des Glucosetoleranzfaktors benötigt. Diabetiker weisen häufig einen Chrommangel auf. Da insgesamt jedoch kaum Untersuchungen vorliegen, kann die Verwendung von Bohnenhülsen als „Diabetikertee“ nicht empfohlen werden.

Dosierung:

Tee:
Ein Esslöffel (etwa 5 g) getrocknete, samenfreie Böhnenhülsen werden mit ca. 150 ml Wasser kurz aufgekocht und nach 15 Minuten abgeseiht. 2 bis 3 mal täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee zwischen den Mahlzeiten trinken.

Zubereitungen:

Bohnenhülsen sind Bestandteil einiger Arzneimittel oder Teemischungen zur Behandlung von Erkrankungen der ableitenden Harnwege im Handel.

Hinweise:

Nicht anwenden bei Ödemen infolge von Herz- oder Nierenerkrankungen!

Rohe Bohnen enthalten wie auch viele andere Hülsenfrüchte die giftige Eiweißverbindung Phasin, die durch Kochen zerstört wird. Eine Vergiftung kann eine schwere Entzündung der Magen- und Darmschleimhaut zur Folge haben. Daher sollten Bohnen niemals roh verzehrt werden!

Diabetiker sollten Zubereitungen aus Bohnenhülsen nicht ohne ärztlichen Rat anwenden. Bohnenhülsen können den Blutzuckerspiegel senken. Daher ist eine Kontrolle der Blutzuckerspiegel und ggf. eine Neueinstellung erforderlich.