Goldrute

Die Echte Goldrute ist ein ausdauerndes, bis zu 1 m hoch wachsendes Kraut mit aufrechtem, oberwärts verzweigtem Stängel. Die gelben Blüten sitzen in zusammengesetzten Trauben. Die Pflanze erscheint in vielen verschiedenen Formen. Medizinisch verwendet werden die zur Blütezeit gesammelten oberirdischen Pflanzenteile. Verwendet wird aber auch das Kraut der Riesengoldrute (Solidago gigantea) und der Kanadischen Goldrute (Solidago canadensis).

Steckbrief: Goldrute

Pflanze:Solidago virgaurea L.
Familie:Korblütengewächse (Asteraceae = Compositae)
Herkunft:Die Goldrute ist in Asien und Europa beheimatet.
Synonyme:Edelwundkraut, Fuchsschwanz, Goldrautenkraut, Goldwundkraut, Heidnisch Wundkraut, Ochsenbrot, Petrusstab, Pferdekraut, Schoßkraut, Waldkraut, Wundkraut

Anwendung:

Goldrutenkraut enthält Flavonoide und Triterpensaponine, das Echte Goldrutenkraut auch Phenolglykoside, wie das Leiocarposid und wirkt harntreibend (diuretisch), krampflösend und entzündungshemmend. Zubereitungen aus der Goldrute werden daher zur Durchspülungstherapie bei entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege, bei Harnsteinen und Nierengrieß angewendet. Ferner kommen Extrakte aus der Echten Goldrute auch zur Behandlung der Reizblase, gekennzeichnet durch vermehrten Harndrang, Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen zum Einsatz. Obwohl für alle drei Goldrutenarten positive Wirksamkeitsnachweise vorliegen, so scheint die Wirkung der Echten Goldrute aufgrund des Gehaltes an Leiocarposid günstiger zu sein.

Dosierung:

Tee:
Ein Teelöffel (etwa 2 bis 3 g) zerkleinertes, getrocknetes Goldrutenkraut wird mit ca. 150 ml siedendem Wasser übergossen und nach 10 bis 15 Minuten abgeseiht. 2 bis 4 mal täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee zwischen den Mahlzeiten trinken.

Zubereitungen:

Goldrutenkraut ist Bestandteil von Blasen- und Nierentees sowie von zahlreichen Fertigarzneimitteln aus der Gruppe der Urologika.

Hinweise:

  • Nicht ohne ärztlichen Rat während Schwangerschaft, Stillzeit und bei Kindern unter 12 Jahren anwenden!
  • Während der Behandlung auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten!
  • Nicht anwenden bei Ödemen aufgrund von Erkrankungen der Niere oder des Herzens!
  • Bei diesen Krankheiten ist eine ärztliche Behandlung erforderlich.
  • Bei über mehrere Tage anhaltenden Beschwerden, bei Fieber, Blut im Urin oder bei immer wiederkehrenden Beschwerden ist ein Arzt aufzusuchen!
  • Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegenüber Goldrute oder anderen Pflanzen aus der Familie der Korbblütengewächse!