Hauhechel

Der dornige, niedrige Halbstrauch mit schönen, rosafarbenen Blüten, fällt durch seinen unangenehmen Geruch auf und kommt überall in Europa, Westasien und Nordafrika vor. Verwendung findet die lange Pfahlwurzel.

Steckbrief: Hauhechel

Pflanze:Ononis spinosa L.
Familie:Schmetterlingsblütengewächse (Fabaceae = Leguminosae)
Herkunft:Die Heimat der Pflanze ist Europa, Nordafrika und Westasien. Importiert wird die Droge aus Südosteuropa.
Synonyme:Harnkraut, Haudorn, Hechelkraut, Stachelkraut, Weiberkrieg

Anwendung:

Die getrocknete Wurzel wird als mild wassertreibendes Mittel zur Durchspülungstherapie bei Infektionen der ableitenden Harnwege, bei Nierengrieß und zur Vorbeugung von Nierensteinen verwendet. Die volksmedizinische Anwendung bei Gicht und Rheuma ist nicht belegt. Wichtig ist die ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit (s. Hinweise).

Dosierung:

Tee:
Etwa 2 Teelöffel (2 – 4 g) Hauhechelwurzel werden mit ca. 150 ml kochendem Wasser übergossen, warm gehalten und nach 30 Minuten abgeseiht. 2 bis 3 mal täglich eine Tasse zwischen den Mahlzeiten trinken. Anwendungsdauer nur einige Tage, da die Wirkung nachlässt. Nach einer Pause von mehreren Tagen kann die Anwendung fortgesetzt werden.

Zubereitungen:
Tagesdosis entsprechend 6 bis 12 g Droge.

Zubereitungen:

Die Hauhechelwurzel ist Bestandteil einiger Teemischungen und Fertigarzneimittel zur Behandlung von Blasen- und Nierenerkrankungen sowie wassertreibender Mittel (Diuretika).

Hinweise:

Bei bestimmungsgemäßen Gebrauch sind keine Nebenwirkungen bekannt. Es sollte aber darauf geachtet werden, dass während der Behandlung ausreichend Flüssigkeit (keine coffeinhaltigen oder alkoholischen Getränke) zugeführt wird.

Nicht anwenden bei Wasseransammlungen infolge eingeschränkter Herz- und Nierentätigkeit!

Die Anwendungsdauer sollte auf wenige Tage begrenzt werden, da die Wirkung der Hauhechelwurzel schnell nachlässt. Nach einer Pause von mehreren Tagen kann die Anwendung fortgesetzt werden.