Huflattich

Die 10 cm bis 30 cm hoch wachsende Pflanze mit ihren gelben, an einen Strohhut erinnernden Blüten, kommt in ganz Europa vor. Wegen ihres Gehaltes an leberschädigenden und kanzerogenen Inhaltsstoffen, ist die Pflanze in Misskredit geraten. Es sollte keinesfalls die Wildpflanze verwendet werden, sondern auf Fertigpräparate, die einen minimalen Gehalt der schädlichen Substanzen aufweisen, zurückgegriffen werden bzw. auf andere Arzneimittel zurückgegriffen werden.

Steckbrief: Huflattich

Pflanze:Tussilago farfara L.
Familie:Korblütengewächse (Asteraceae = Compositae)
Herkunft:Aus reinem Wildwuchs gesammelt in Italien, dem Balkan und osteuropäischen Ländern.
Synonyme:Ackerlattich, Brandlattich, Brustlattich, Eschhuflattich, Feldlattich, Hitzeblätter, Lehmblätter, Märzblume, Ohmblätter, Pferdefuß, Sandblume, Tabakkraut, Zytröseli

Anwendung:

Huflattichblätter enthalten unter anderem Schleimstoffe, die bei Husten, Heiserkeit und Entzündungen des Mund- und Rachenraumes angewendet werden. Die Blüten, das Kraut und die Wurzel sollten wegen des Gehaltes an leberschädigenden und ev. kanzerogenen Inhaltsstoffen nicht verwendet werden. Auch Huflattichblätter werden wegen der toxischen Inhaltstoffe kaum mehr verwendet. In Österreich und Dänemark sind sie sogar ganz verboten. (s. Hinweise)

Dosierung:

Tee:
Wegen der toxischen Wirkstoffe des Huflattichs relativ häufig vorkommenden Verfälschung mit anderen toxischen Pflanzenteilen, sollte Huflattich nicht mehr angewendet werden!

Tagesdosis:
4,5 bis 6 g Droge. Die Tagesdosis an Pyrrolizidinalkaloiden von Teemischungen darf nicht 10µg, die von Frischpflanzensäften oder Extrakten nicht mehr als 1 µg enthalten. (Diese Werte müssen der Packungsbeilage entnommen werden können!)

Anwendungsdauer:
Die Anwendungdauer darf nicht mehr als 4 bis 6 Wochen pro Jahr betragen.

Zubereitungen:

Huflattichblätter als Bestandteil von Brust- und Hustentees oder Fertigarzneimittel gegen Husten habe wegen des Gehaltes an toxisch wirkenen Alkaloiden ihre Bedeutung verloren.

Hinweise:

Wegen des Gehaltes an leberschädigenden und kanzerogenen Inhaltsstoffen (Pyrrolizidinalkaloide) wird von der Anwendung der Pflanze als Tee abgeraten. Für noch im Handel befindliche Präparate müssen strenge Grenzwerte eingehalten werden, deren Höhe aus der Packungsbeilage ersichtlich sein muss. Aus Sicherheitsgründen sollte die Anwendungsdauer trotzdem auf vier bis sechs Wochen pro Jahr begrenzt werden.

Nicht während Schwangerschaft oder Stillzeit anwenden!

Nicht bei Säuglingen und Kindern anwenden!