Kalmus

Die in mehreren Rassen vorkommende Pflanze wird 60 bis 100 cm hoch. Sie besitzt ein etwa daumendicken Wurzelstock (Rhizom), der einen dreikantigen Stängel ausbildet. Kleine grüne Blüten bilden einen kegelförmigen Kolben. Die ungestielten Blätter sind schwertförmig. Die medizinische Bedeutung ist gering, Zubereitung aus der Kalmuswurzel werden vor allem in der Getränke- und Likörindustrie zur Aromatisierung und als Zusatz zu kosmetischen Präparaten, z.B. Mundwässer verwendet.

Steckbrief: Kalmus

Pflanze:Acorus calamus L.
Familie:Aronstabgewächse (Araceae)
Herkunft:Die Droge ist weltweit verbreitet. Man nimmt an, dass die Pflanze ursprünglich in Nordamerika und Indien wuchs. Der Kalmus wächst wild und wird aus Indien, Jugoslawien und der Rußland importiert.
Synonyme:Deutscher Ingwer, Deutscher Zitwer, Gewürzkalmus, Magenwurz, Zehrwurz

Anwendung:

Der Kalmuswurzelstock enthält ätherisches Öl, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Schleimstoffe und Stärke. Volksmedizinisch wird das ätherische Öl innerlich bei Verdauungsbeschwerden, zur Appetitanregung und als Beruhigungsmittel und äußerlich aufgrund seiner hautreizenden und antiseptischen Wirkung bei Hauterkrankungen verwendet.

Die Wirksamkeit und Sicherheit bei der innerlichen Anwendung ist nicht belegt, so dass eine medizinische Anwendung nicht empfohlen werden kann.

Die Kalmuswurzel enthält je nach Rasse unterschiedliche Mengen an beta-Asaron, für das eine krebserzeugende Wirkung beschrieben ist. (s. Hinweise). Zubereitungen aus der Kalmuswurzel, die für Fertigarzneimittel oder in der Lebensmittelindustrie verwendet werden, dürfen nur einen Gehalt an beta-Asaron von unter 0.5% aufweisen. Dennoch ist auch für diese Produkte eine Langzeitanwendung zu vermeiden.

Dosierung:

Keine Empfehlung möglich.

Zubereitungen:

Zubereitungen aus der Kalmuswurzel werden in der Getränke- und Likörindustrie sowie als Zusatz von Mundwässern verwendet. Dabei darf das ätherische Öl nur einen Gehalt von weniger als 0.5% an beta-Asaron aufweisen.

Hinweise:

Nicht anwenden während Schwangerschaft, Stillzeit oder an Kindern!

Das ätherische Öl der Kalmuswurzel enthält je nach Rasse und Herkunft 0% bis 80% beta-Asaron, für das eine krebserzeugende Wirkung beschrieben ist. Als Nebenwirkungen können Krampfanfälle und Nierenschäden auftreten. Eine Anwendung kann daher nicht empfohlen werden!