Kurkuma

Der Kurkuma ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, deren spiralig angeordneten Blätter bis zu 1,2 m hoch wachsen. Die gelben Blüten erscheinen auf einem 15 bis 20 cm langem, von den Blattstielen umschlossenen Stängel und sind zapfenartig angeordnet. Verwendet wird das nach dem Welken der Blätter geerntete Rhizom. Vor der Trocknung werden die Wurzelstöcke mit heißem Wasser gebrüht, um ein Austreiben zu verhindern. Dadurch verkleistert die Stärke und der austretende Farbstoff färbt das ganze Gewebe orangegelb. Der Kurkuma wird vor allem als Gewürz verwendet und verleiht dem Curry die gelbe Färbung.

kurkuma

Steckbrief: Kurkuma

Pflanze:Curcuma longa L. (= Curcuma domestica Val.)
Familie:Ingwergewächse (Zingiberaceae)
Herkunft:Die Gelbwurzel wird in Afrika und Asien angebaut. Importiert wird die Droge aus China, Indien und Indonesien.
Synonyme:Gelbwurzel

Anwendung:

Die Kurkumawurzel enthält ätherisches Öl, Curcuminoide, die auch für die gelbe Farbe verantwortlich sind, und immunologisch aktive Polysaccharide. Zubereitungen aus der Kurkumawurzel wirken anregend auf den Gallefluss, blutfettsenkend, antioxidativ, entzündungshemmend, leberschützend, hemmend auf das Wachstum von Bakterien und sollen auch eine gewisse Wirkung gegen Krebs aufzeigen.

Klinisch belegt ist allerdings nur die Wirkung auf die Galle, so dass Kurkuma nur bei Verdauungsbeschwerden, die auf eine ungenügende Gallenproduktion zurückzuführen ist, wie Blähungen und Völlegefühl, empfohlen werden kann.

Kurkuma findet ebenfalls Verwendung als Gewürz (Tumeric, Curry) und als insektenabwehrendes Mittel (z.B. zeigen Beimengungen von 1 bis 2 % zu Getreide eine Schutzwirkung gegenüber Schädlingen).

Dosierung:

Tee:
Nicht gebräuchlich, da eine ausreichende Ausbeute wegen der geringen Wasserlöslichkeit unwahrscheinlich ist.

Kurkumapulver:
0.5 bis 1 g mehrmals täglich zwischen den Mahlzeiten.

Maximale Tagesdosis: 1.5 bis 3 g.

Zubereitungen:

Die Kurkumawurzel ist Bestandteil einiger Fertigarzneimittel aus der Gruppe der Leber- und Gallemittel.

Hinweise:

  • Nicht während Schwangerschaft und Stillzeit anwenden!
    Die Verwendung von Mengen, die zum Würzen üblich sind, erscheinen aber unbedenklich.
  • Nicht anwenden bei Verschluss der Gallenwege! Bei Gallensteinleiden nur nach Rücksprache mit dem Arzt anwenden!
  • Bei Beschwerden, die länger als eine Woche andauern oder periodisch wiederkehren, ist eine Rücksprache mit dem Arzt erforderlich!
    Eine Anwendung über einen längeren Zeitraum kann zu Magenbeschwerden führen.