Lapacho

Der in den Regenwälder Südamerikas heimische Baum (Lapacho) erreicht eine Höhe von 20 m und besitzt einen geraden, stattlichen Stamm. Die Blätter weisen 5 bis 7 Fiederblättchen auf. Die relativ glatte Rinde ist außen grau und innen rotbraun. Das sehr harte, grün-braune Holz ist schwerer als Wasser. Die trompetenförmigen, rosafarbenen bis tiefroten Blüten besitzen einen gelben Schlund. Die Blüten erscheinen zu Beginn der trockenen Jahreszeit nach dem Laubfall.

Die innere Rinde wurde von den Inkas und anderen Indianerstämmen medizinisch verwendet.

Steckbrief: Lapachobaum

Pflanze:Tabebuia impetiginosa (Martius ex. Dc.) Standley
Familie:Pfeffergewächse (Piperaceae)
HerkunftIn den tropischen Regenwäldern zwischen Argentinien und Mexiko ist der Lapachobaum beheimatet und wurde von Inkas – und von den nach Südamerika durchgedrungenen Wikingern – genutzt.
Synonyme:Lapacho

Anwendung:

  • Stärkung, Vitalisierung

Die innere Rinde des Lapachobaums enthält Naphthochinonderivate, Phenolcarbonsäuren, Vanillin, Cumarine und weitere Substanzen. Die Leitsubstanz Lapachol scheint in der Rinde nur in Spuren vorzukommen.

Aufgrund der traditionellen Anwendung bei einer Vielzahl verschiedener Erkrankungen, insbesondere Krebs, war die Rinde Gegenstand intensiver Untersuchungen. Es konnten zumindest im Laborversuch antimikrobielle, analgetische, entzündungshemmende und cytotoxische Eigenschaften nachgewiesen werden. Allerdings wären für entsprechende Effekte beim Menschen hohe Dosierungen erforderlich, die sich aber als zu toxisch erwiesen haben. Insgesamt erscheint eine Anwendung von Lapachorinde bei keiner medizinischen Indikation sinnvoll.

Eine wässrige Teezubereitung aus der inneren Lapachorinde enthält die Wirkstoffe in nur geringen Mengen und könnte zur Stärkung der allgemeinen Abwehrkräfte beitragen.

Auf die auch oft empfohlene äußerliche Anwendung bei Hautkrankheiten sollte verzichtet werden, da die vor allem im Holz enthaltenen Inhaltsstoffe stark hautirritierend und allergen wirken. Handelsübliche Teepräparate können mit dem Holz verschnitten sein, auch Verfälschungen kommen vor (s. Hinweise).

Dosierung:

2 Teelöffel geschnittene Droge (etwa 2 g) in 1 l kochendes Wasser geben und etwa 5 Min. leicht kochen lassen. Nach 15 Min. ziehen abseihen und über den Tag verteilt trinken.

Zubereitungen:

Lapachorinde ist als Teepräparat erhältlich.

Hinweise:

  • Nicht Schwangerschaft und Stillzeit einnehmen!
  • Nicht bei Kindern anwenden!
  • Wegen möglicher Hautreizungen und allergischen Erscheinungen nicht äußerlich anwenden!
  • Die Sicherheit einer Anwendung von Personen mit chronischen Leber- oder Nierenerkrankungen ist nicht bekannt. Daher sollte eine Anwendung nicht ohne ärztlichen Rat erfolgen.
  • Wechselwirkungen:
    Durch die Einnahme kann es zu einer Verlängerung der Blutungszeit kommen. Personen, die gerinnungshemmende Arzneimittel (Aspirin, Clopidogrel, Warfarin) einnehmen, sollten auf eine Anwendung von Lapachorinde verzichten.
    Präparate aus der Lapachorinde unterliegen nicht dem Arzneimittelgesetz und es kann nicht zweifelsfrei davon ausgegangen werden ob das Präparat nicht mit Holzbestandteilen, anderen Tabebuiaarten oder gar Verfälschungen verschnitten ist. Eine genaue Beurteilung solcher Präparate ist somit kaum möglich.