Granatapfel

Mittlerweile belegen über 250 Studien die Wirksamkeit des Granatapfels. Die rote Frucht (Punica granatum) erregt immer wieder Aufsehen, wenn es um die Bekämpfung von bestimmten Krankheiten geht. Leider wurden die Studien bislang nur an Tieren oder außerhalb des lebenden Organismus (in vitro) durchgeführt und können nicht selbstverständlich auf eine Person übertragen werden.

Der Granatapfel soll Entzündungen bekämpfen können und Gefäße schützen. Als Krankheitsbekämpfer ist er noch nicht überzeugend, aber er ist trotz allem sehr gesund. Die Frucht liefert Mineralstoffe, wie Kalium, Spurenelemente (Eisen) und B- Vitamine.

Aussehen des Granatapfels

Der Granatapfel ist eine auffällige Frucht, denn bereits vor der eigentlichen Blüte, macht der bis zu 5 Meter hoch wachsende Baum mit seinem intensivroten Laub auf sich aufmerksam. Die trichterförmigen Blüten können je nach Sorte gefüllt oder ungefüllt sein. Die hartschaligen, orangegroßen Früchte, sind im reifen Zustand orange bis dunkelrot.

Charakteristisch sind die harte Schale, als auch der verhärtete Kelchblattzipfel. Benannt wurde die Frucht aller Wahrscheinlichkeit nach, nach der Stadt Granada und der Granatapfel befindet sich ebenso im spanischen Staatswappen.

Steckbrief: Granatapfel

Pflanze:Punica granatum
Familie:Granatapfelgewächs (Punicaceae)
Herkunft:Stammt ursprünglich aus Vorderasien. Heute Nordafrika und Westasien
Synonyme:Apfelgranate

Die Blätter sind schmal, eiförmig und grün glänzend. Die Blüten erscheinen von Juni bis September in den Farben Rot, Weiß oder gelborange und besitzen ein trichterförmiges Aussehen. Die harte, lederartige Schale zeichnet die bräunlich- rote, kugelige Frucht aus. Im Inneren finden sich mehrere Kammern, in denen die Samen enthalten sind. Diese wiederum umhüllt von leuchtend rotem Fruchtfleisch.

Anwendung Granatapfel

Kerne, als auch Saft des Granatapfels verfügen über einen charakteristischen Geschmack. Zu finden sind sie bei uns überwiegend in kulinarischen Salaten oder sonstigen ausgefallen Gerichten. Küchenprofis schätzen den Granatapfel wegen des fruchtig, sauren Aromas. Sie verarbeiten die Frucht gern in Soßen.

Auch wegen der zahlreichen Inhaltsstoffe ist der Granatapfel nicht zu unterschätzen. Die Frucht ist reich an:

  • Eisen
  • Kalzium
  • Kalium
  • Vitamin C
  • Polyphenole
  • Flavonoide
  • B- Vitamine und Folsäure
  • Vitamin E und Provitamin A
  • Phosphat
  • Antioxidantien

Der Granatapfel ist eine wahre Gesundheitsbombe. Besonders geeignet ist die Frucht zur Vorbeugung von Krankheiten, aber auch zu unterstützenden Therapien. Die entscheidende Rolle allerdings, besteht in der genauen Dosierung.

Die Darreichungsform die hinlänglich bekannt ist, ist der Granatapfelsaft. Zudem bietet der Handel ein Kernöl der Frucht, den Granatapfelwein und Darreichungsformen als Kapseln an. Die Nahrungsergänzungsmittel in Kapselform enthalten den Extrakt, als Pflanzengesamtauszug, wobei die Konzentrationen sehr hoch bemessen wurden. Mittlerweile ist der Granatapfel auch aus diversen Kosmetikprodukten (Cremes) nicht mehr wegzudenken.

Granatapfel gegen oxidativen Stress

Bei unterschiedlichen Erkrankungen spielt oxidativer Stress eine entscheidende Rolle. Hierzu gehören unter anderem:

  • Arteriosklerose
  • Fettstoffwechselkrankheiten
  • chronisch- entzündliche Erkrankungen (rheumatische Erkrankungen)
  • degenerative Erkrankungen
  • neurodegenerative Erkrankungen (Morbus Alzheimer, Katarakt, altersabhängige Makuladegeneration (AMD)

Oxidativer Stress kann zudem zur Entstehung von erektiler Dysfunktion, sowie Übergewicht oder Fettsucht (Adipositas) beitragen. Bei der Entstehung von chronischen Lebererkrankungen (Fettleber), bilden oxidative Schädigungen einen entscheidenden Faktor.

Auf den Verlauf oder auf die Entstehung benigner und maligner Tumoren (Karzinom), sowie dessen Vorstufen und zahlreiche andere Krankheiten haben oxidative Schädigungen einen wesentlichen Einfluss. Selbiges gilt für vorzeitige Alterungsprozesse und Schäden am Erbmaterial, z. B. durch Umweltgifte.

Antioxidative Effekte durch Granatapfel

Zahlreiche Effekte werden mit den ausgeprägten antioxidativen Wirkungen von Granatapfelzubereitungen in Verbindung gebracht. Diese Wirkungen übersteigen sogar Aktivitäten von den sogenannten “Nahrungsmittelfavoriten“. Hierzu gehören unter anderem:

  • Blaubeersaft
  • Grüner Tee
  • Traubensaft
  • Rotwein

Obwohl oben genannte Produkte über deutliche antioxidative Wirkungen verfügen, liegt die Wirkung von Granatapfelsaft um mehr als tausendfach darüber.

Sogar Diabetikern ist Granatapfel zu empfehlen, denn Zubereitungen der Frucht sind in der Lage, die Zuckeraufnahme im Darm zu senken und eine Überzuckerung nach den Mahlzeiten zu verbessern.

Granatapfel und die Nährstoffe

Der Granatapfel ist seit Jahrhunderten nicht nur ein Nahrungsmittel, sondern auch wegen seiner heilenden Wirkung beliebt. Seit jeher galt er als eine Art „Jungbrunnen“ und auch, als Aphrodisiakum. In der heutigen Zeit wird eine Frucht vor allem wegen seiner gesundheitsfördernden Wirkung verzehrt.

Bislang war der Granatapfel eher als Dickmacher verschrien, da die Frucht viel Zucker enthält. Immerhin schlägt der Granatapfel mit 74 Kalorien pro 100 Gramm zu Buche. Es finden sich jedoch auch eine Menge an wertvollen Nährstoffen, die auch während einer Diät, Mangelerscheinungen vorbeugen können.

Wissenswertes über Granatapfel und Granatapfelsaft

Der Granatapfel wird seit ungefähr 5.000 Jahren kultiviert. Als Nahrungsmittel, als auch als Heilmittel hat er darüber hinaus eine hohe Symbolkraft. Die Ägypter legten die Frucht in die Grabkammern ihrer Pharaonen und hohen Beamten. Im Mittelalter fand der Apfel, als Zeichen der Macht, Eingang in Wappen und Gemälden.

Laut der Bibel soll der Granatapfel genau 613 Kerne aufweisen, denn genau so viele Gesetze sind im Alten Testament zu finden. Noch heute werden in Griechenland junge Brautpaare mit den getrockneten Kernen beworfen. Sie sollen ein Zeichen sein, dass ein reicher Kindersegen ins Haus steht.

Verbraucher, die Granatapfelsaft erwerben möchten, sollten ganz genau hinsehen. Getränke, die angeblich zu einhundert Prozent aus Granatapfelsaft bestehen sollen, enthalten in vielen Fällen Zucker, Farbstoffe oder andere minderwertigen Fruchtsaftanteile. Diese Zusätze helfen Produktionskosten sparen, haben jedoch nichts mit dem puren Saft gemeinsam.

Auch bei echten Granatapfelsäften sind die Wirkstoffkonzentrationen aufgrund des Herstellungsverfahrens und der ausgewählten Rohstoffe häufig sehr unterschiedlich. Es ist auf folgende Merkmale zu achten:

  • Polyphenolgehalt
  • Zuckergehalt
  • Bioverfügbarkeit der Polyphenole

Was ist beim Kauf und der Lagerung zu beachten?

Die Saison der Granatäpfel reicht von September bis in den Dezember hinein. Zu dieser Zeit sind die frischen Früchte in diversen Obst- und Gemüseläden, mittlerweile auch in gut sortierten Supermärkten zu finden. Die Lagerungszeit reicht über mehrere Wochen, denn der Granatapfel verfügt über eine sehr dicke Schale und schützt damit die saftigen Fruchtbläschen im Inneren. Beim Kauf sollten Verbraucher daher darauf achten, dass die Schale frei von Druckstellen und unversehrt ist.

Die Kerne können pur verzehrt werden. In der Regel finden sie jedoch Verwendung, um Desserts oder auch herzhafte Gerichte, wie zum Beispiel Wildgerichte, zu verfeinern. Um an den essbaren Teil im Inneren zu gelangen, muss die Frucht in zwei Hälften geteilt werden.

Nährwerte und Kalorien

Die im Granatapfel gefundenen Vitamine, Antioxidantien, Mineralien, sekundären Pflanzenstoffe und Flavonoide sind mannigfaltig. Der Vitamin- und Eisengehalt übertrifft alles, was bis heute im Reich der Pflanzen gefunden wurde. Darüber hinaus gilt der Apfel, als kalorienarm und überzeugt mit seinen Nährwerten.

Die Frucht und die unterschiedlichen Zubereitungsformen sind leicht in der Handhabung, sie sind leicht zu dosieren und nahezu frei von Nebenwirkungen. Ein Therapieselbstversuch bei chronischen Beschwerden, ist daher sehr zu empfehlen.

Frische Granatäpfel müssen importiert werden, da sie in unseren Breitengraden nicht gedeihen können. Ab der Jahresmitte stammt die Frucht aus Tunesien, Marokko oder Israel. Ab Oktober kommen die Früchte aus Italien oder Spanien.

Es ist egal aus welcher Region der Granatapfel stammt. Der durchschnittliche Nährwert ist nahezu identisch. 100 Gramm vom Granatapfel enthalten demnach:

310 Kilo Joule/ 74 Kilokalorien
0,75 Gramm pflanzliches Eiweiß
17 Gramm Kohlehydrate
0,7 Gramm pflanzliches Fett
2 Gramm Ballaststoffe

Der Granatapfel gilt somit, als kalorienarm mit einem besonderen ausgewogenen Verhältnis von Zucker, Eiweiß und Fett. 60 Prozent des enthaltenen Zuckers ist Fructose (Fruchtzucker), der Rest besteht aus Glukose (Einfachzucker), welches der menschliche Körper sehr gut und effektiv verwertet.

Gesunde Inhaltstoffe

Der Granatapfel enthält fast den gesamten Komplex an Vitamin B. In 100 Gramm der frischen Frucht finden sich:

  • Rund 40 Mikrogramm Betacarotin
  • 0,2 Milligramm Vitamin E
  • 7 Milligramm Vitamin C
  • Vitamin B Komplex (Vitamin B1, B2, B6 und Folsäure)

Diese Vitamine machen eine reibungslose Funktion des Stoffwechsels möglich. Betacarotin wandelt der Körper in Vitamin A um und es spielt unter anderem eine Rolle, wenn es um eine optimale Sehfunktion und die Hautgesundheit geht.

Eine Energieverbrennung kann ohne Vitamin E nicht stattfinden, zudem ist das natürliche Vitamin F eine wertvolle Antioxidantie, für den Kampf gegen schädliche freie Radikale. Vitamin C kann ebenfalls nicht selber hergestellt werden, sorgt aber für ein intaktes Immunsystem.

B- Vitamine zeigen ihre Wirkung bereits in kleinsten Mengen und sind nötig, um eine gesunde Funktion sämtlicher Nervenzellen im Organismus sicherzustellen.

Mineralien

Der Granatapfel kann als gesundes Superfood bezeichnet werden. Er enthält einen ausgewogenen Mix an Mineralstoffen, als auch an Spurenelementen. In 100 Gramm der Frucht stecken jede Menge Mineralien:

220 Milligramm Kalium
8 Milligramm Calcium
3 Milligramm Magnesium
15 Milligramm Phosphat
0,5 Milligramm Eisen und Zink

Mineralien sind wichtige Mikronährstoffe, die für einen funktionierenden und gesunden Organismus unerlässlich sind. Kalium sorgt dabei für einen verlässlichen Flüssigkeitshaushalt und Calcium wird benötigt, um Knochengewebe nicht nur aufzubauen, sondern auch einem Knochenschwund vorzubeugen. Magnesium ist unter anderem für die Erregungsleitung der Nerven zuständig und verhindert auch, dass sich Calcium an den Gefäßinnenwänden ablagert.

Die zwei wichtigen Bestandteile der Knochen sind Calcium und Phosphat. Eisen, sowie auch Zink sind Spurenelemente, die der Granatapfel ebenfalls zu bieten hat. Als ein zentraler Bestandteil von Hämoglobin, dem Blutfarbstoff, sorgt Eisen für einen geregelten Sauerstofftransport in sämtliche Körperzellen. Ebenso wie Zink, ist Eisen auch Bestandteil vieler Katalysatoren und Enzyme.

Sekundäre Pflanzenstoffe

Der Granatapfel enthält neben Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen eine ganze Reihe an bioaktiven Substanzen, die gesundheitsfördernde Eigenschaften hervorbringen. Dieses sind die sogenannten sekundären Pflanzenstoffe:

  • Flavonoide
  • Polyphenole
  • Antioxidantien

Letztere haben großes Potenzial, Körperzellen länger jung und gesund zu halten. Sie fangen schädliche freie Radikale ab, wodurch sich der oxidative Stress verringert. Gemeinsam mit Flavonoiden und Polyphenolen sollen möglicherweise die Antioxidantien in der Frucht auch das Krebsrisiko senken.

Hoch dosiert wird der Granatapfelextrakt in der adjuvanten Tumortherapie eingesetzt und das mit großem Erfolg. Sekundäre Pflanzenstoffe wirken gegen Entzündungsreaktionen, können Magengeschwüre lindern, Gelenkbeschwerden verbessern und einer Demenz vorbeugen. Weiterhin wird der Frucht nachgesagt, dass sie die Durchblutung des Herzmuskels verbessert, sowie den allgemeinen Alterungsprozess verlangsamt.

Hinweise:

Im Allgeneinen gilt der Granatapfel als sehr gut verträglich! Aufgrund des hohen Säuregehaltes in der Frucht, können empfindliche Personen allerdings mit vorrübergehenden Magen – Darm- Beschwerden reagieren!

Dieser Personenkreis darf Granatapfel konsumieren, wenn dieses nicht auf nüchternem Magen geschieht.

Granatapfel in Form von Kapseln sollten immer nach einer Mahlzeit eingenommen werden!

Personen, die Granatapfelsaft trinken, sollten mindestens 1 Stunde warten, bevor sie Zähne putzen! Es kann passieren, dass der empfindliche Zahnschmelz, durch die beinhaltete Fruchtsäure ansonsten geschädigt wird!

Falls Granatapfel in sehr großen Mengen konsumiert wird, kann es gelegentlich zu Durchfall kommen!

Personen, die Granatapfel, als Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen, müssen die Packungsbeilagen unbedingt beachten. Es ist nicht ratsam, mehr Kapseln zu verzehren, als vom Hersteller vorgesehen.

Teezubereitungen, Tinkturen und Abkochungen aus Granatapfel können unter Umständen größere Mengen an Alkaloiden enthalten, die Bandwürmer oder andere Parasiten abtöten bzw. lähmen können. Diese spezielle medizinische Anwendung gehört allerdings nur in fachkundige Hände! Zu hohe Wirkstoffmengen können zu Durchfall oder Magenbeschwerden führen!

Nebenwirkungen im Zusammenhang mit hohen Wirkstoffmengen von Granatapfelprodukten sind sehr selten, können jedoch auftreten. Dazu gehören unter anderem:

  • Schwindelgefühl
  • Sehstörungen
  • Zittern
  • Vorrübergehender Anstieg des Blutdrucks

Die erwähnten Nebenwirkungen klingen nach Absetzung des Nahrungsergänzungsmittels bereits nach kurzer Zeit wieder ab!

Für Diabetiker bietet der Handel spezielle Nahrungsergänzungen aus fermentiertem Granatapfelextrakt! Der Fruchtzucker wurde bereits weitgehend abgebaut, aber die Schutzwirkung auf angegriffene oder gefährdete Blutgefäße ist, als besonders hilfreich zu betrachten!

Granatapfel kann die Haut positiv beeinflussen

Haut, Haare und Nägel können von dem gesunden Granatapfel nur profitieren. Probleme mit der Haut kann die Frucht positiv beeinflussen. Dabei ist es egal, ob es sich um kleine Fältchen, unstraffe Haut oder um eine Hautentzündung handelt.

Die Haut, als größtes Organ des menschlichen Körpers überhaupt, kann durch den Verzehr von Granatapfel nur profitieren. Allerdings zeigt sich die Wirkung natürlich nicht von jetzt auf gleich, sondern die Frucht sollte in Form von einem Nahrungsergänzungsmittel über einen längeren Zeitraum konsumiert werden.

Der Apfel kann zwar auch äußerlich zur Anwendung kommen und ist aus diesem Grund ein Bestandteil in diversen Kosmetikprodukten, wie zum Beispiel in Cremes oder Hautlotionen. Als Nahrungsergänzungsmittel oder pur verzehrt profitiert das allgemeine Hautbild deutlich mehr.

In der Hauptsache ist jedoch der Granatapfel ein überzeugendes Heilmittel, wenn es um Arteriosklerose geht. Eine Gefäßschutzwirkung durch eine Anwendung der Frucht, lässt sich besonders in Verbindung mit der Ausschaltung von Risikofaktoren nachweisen.