Seidelbast

Giftpflanze! Der Seidelbast ist wie andere Daphnearten sehr stark giftig. Der Seidelbast ist ein bis zu 1,5 m hoher Strauch und bevorzugt kalkhaltige Böden. Wild kommt er in Europa und Kleinasien vor, wird aber auch als Zierpflanze angebaut. Die rosa bis purpurroten, selten auch weißen Blüten erscheinen vor den Blättern im Frühjahr zwischen Februar und April und duften sehr angenehm. Die Blätter ähneln im Aussehen denen des Lorbeerbaumes, daher der Gattungsname Daphne = die griechische Bezeichnung für Lorbeer. Im Herbst erscheinen scharlachrote, erbsengroße Früchte, von denen 10 bis 12 bereits für einen Erwachsenen tödlich sein können.

Da es immer wieder zu Vergiftungen vor allem bei Kindern kommt, wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit empfohlen, giftige Pflanzen nicht in Anlagen wachsen zu lassen, die Kindern leicht zugänglich sind.

Steckbrief: Gewöhnlicher Seidelbast

Pflanze:Daphne mezereum L.
Familie:Seidelbastgewächse (Thymelaeaceae)
Herkunft:Der Seidelbast hat sein zuhause in Europa bis nach Sibirien. In den USA und Kanada wrid die Pflanze kultiviert.
Synonyme:Daphne, Kellerhals

Anwendung:

Aufgrund der starken Giftigkeit und der stark hautreizenden Wirkung ist die medizinische Verwendung von Zubereitungen aus dem Seidelbast auf die Homöopathie begrenzt.

Dosierung:

In der Homöopathie streng nach Anweisung des behandelnden Arztes.

Zubereitungen:

Homöopathische Zubereitungen aus dem Seidelbast.

Hinweise:

  • Alle Pflanzenteile sind giftig, die höchste Konzentration ist in der Rinde und den Samen enthalten.
    Nach Aufnahme von Pflanzenteilen kommt es zunächst durch die starke Reizwirkung zu Kratzen und Brennen im Mund- und Rachenraum, Schwellungen der Lippen und im Gesicht, Magenschmerzen, Erbrechen und Durchfall. Weitere Vergiftungssymptome sind Kopfschmerzen, Schwindel, Krampfanfälle und Nierenschäden. Der Tod tritt durch Kreislaufversagen ein. Für den Erwachsenen können bereits 10 bis 12 Beeren tödlich sein, für Kinder entsprechend weniger.
  • Vergiftung:
    Nach Hautkontakt mit der Pflanze entwickeln sich innerhalb 4 bis 6 Stunden Rötung und Blasenbildung bis zur Zerstörung des Hautgewebes.
    Auch bei Verdacht einer Vergiftung mit dem Seidelbast ist sofortige ärztliche Hilfe notwendig. Wenden Sie sich an den Giftnotruf!