Sellerie

Die bis zu 1 m hoch wachsende, zweijährige Pflanze besitzt einen charakteristischen Geruch und kommt in mehreren Varietäten vor. Der Knollensellerie (Apium graveolens var. rapaceum) besitzt eine fleischige, rundlich-rübenförmige Wurzel, der Staudensellerie (Apium graveolens var. dulce) verdickte Blattstiele, wogegen der Schnittsellerie (Apium graveolens var. secalinum) am ehesten der Wildform gleicht. Der Sellerie besitzt heute kaum medizinische Bedeutung und wird vor allem als Gemüse und Gewürz verwendet.
Steckbrief Sellerie

Pflanze:Apium graveolens L.
Familie:Doldengewächse (Apiaceae = Umbelliferae)
Herkunft:Der Sellerie ist in ganz Europa, Indien, Nord- und Südafrika und Westasien beheimatet. Exportländer der Droge sind China, Indien, Frankreich, Niederlande und Ungarn.
Synonyme:Epf, Eppich, Geilwurz, Sällerli, Schoppenkrud, Zelderie, Zeller, Zellerich, Zellerie

Anwendung:

Alle Pflanzenteile des Selleries enthalten ätherisches Öl, Flavonoide, Furanocumarine und die Früchte zusätzlich fettes Öl. Volksmedizinisch werden vor allem die Früchte noch gelegentlich als harntreibendes Mittel bei Erkrankungen der ableitenden Harnwege und bei rheumatischen Erkrankungen und Gicht sowie als sog. „Blutreinigungsmittel“ verwendet. Die Wirksamkeit ist hierfür jedoch nicht belegt, so dass eine therapeutische Anwendung nicht empfohlen werden kann.

Sellerie kann bei bestimmten Personen zu schweren Allergien führen. (s. Hinweise)

Dosierung:

Keine Empfehlung möglich.

Zubereitungen:

Keine vorhanden.

Hinweise:

  • Nicht anwenden bei Personen mit Überempfindlichkeit gegenüber Sellerie!
    Diese Personen haben meist eine Allergie gegenüber Beifußpollen. Die Einnahme von Sellerie kann, wenn auch selten, zu schweren allergischen Erscheinungen führen (Sellerie-Karotten-Beifuß-Gewürz-Syndrom).
  • Nicht anwenden bei Nierenentzündungen!
    Wie andere ätherischen Öle aus der Familie der Doldengewächse können durch lokale Reizwirkung Entzündungen verstärkt werden.
  • Die im Sellerie enthaltenen Furanocumarine können nach Kontakt mit der Haut die Lichtempfindlichkeit der Haut verstärken und eine sog. Wiesenpflanzen- Dermatitis auslösen.