Taubnessel

Die Blätter der in Europa und Asien heimischen Weißen Taubnessel erinnern an die Brennessel, besitzen aber keine Nesselhaare und die Pflanze unterscheidet sich auch hinsichtlich ihres Stängels. Die weißen, großen, in Scheinquirlen angeordneten Blüten duften honigartig. Verwendet werden vor allem die getrockneten Blüten, das Taubnesselkraut besitzt heute keine Bedeutung mehr.

Steckbrief: Taubnessel

Pflanze:Lamium album L.
Familie:Lippenblütler (Lamiaceae)
Herkunft:Die Taubnessel ist in Europa sowie in Nord- und Mittelasien beheimatet.
Synonyme:Bienensaug, Weiße Nesselblume

Anwendung:

Taubnesselblüten enthalten Gerbstoffe, Schleimstoffe und Saponine. Innerlich werden Zubereitung zur Behandlung leichter, entzündlicher Erkrankungen der oberen Atemwege, äußerlich in Form von Umschlägen bei oberflächlichen Entzündungen der Haut und als Gurgelmittel verwendet. Aufgrund des adstringierenden Effekts sollen Sitzbäder mit Taubnesselblüten bei unspezifischen weißem Ausfluss der Frau helfen.

Dosierung:

Tee:
1 g (ca. 2 Teelöffel) getrocknete Taubnesselblüten werden mit ca. 150 ml siedendem Wasser übergossen und nach 5 Minuten abgeseiht. drei mal täglich eine Tasse mit Honig gesüßten Tee trinken oder ungesüßt zum Gurgeln verwenden.

Umschläge:
50 g getrocknete Taubnesselblüten mit einem halben Liter siedendem Wasser übergießen und nach 5 Minuten abseihen. Den frisch bereiteten, abgekühlten Auszug für Umschläge verwenden.

Sitzbäder:
Für ein Sitzbad wird ein Auszug aus 5 g getrocknete Taubnesselblüten verwendet und dem Bad zugegeben.

Zubereitungen:

Taubnesselblüten sind gelegentlich Bestandteil verschiedener Nerven- und Schlaftees und Hustentees.

Hinweise:

Risiken und Nebenwirkungen sind bei bestimmungsgemäßem Gebrauch nicht bekannt.