Wassernabel

Der Asiatische Wassernabel, ebenso bekannt als Asiatisches Sumpfpfennigkraut, ist eine ausdauernde, kriechende Pflanze mit langgestielten, runden bis nierenförmigen Blättern und bevorzugt feuchte oder sumpfige Standorte. Die Dolden bestehen aus 2 bis 3 Blüten von weißer bis purpurroter Farbe. Die kleinen Früchte sind oval bis kugelförmig. Von der Pflanze sind min. 2 chemische Rassen bekannt, die sich in ihren Inhaltstoffen unterscheiden.

Centella wurde früher als eine Untergattung der Hydrocotyle angesehen, mittlerweile aber als eigenständige Gattung betrachtet.

Medizinisch verwendet werden die frischen oder getrockneten oberirdischen Pflanzenteile bzw. daraus hergestellte Spezialextrakte.

Steckbrief: Asiatischer Wassernabel

Pflanze:Centella asiatica L. (Urb.) syn. Hydrocotyle asiatica L.
Familie:Doldengewächse (Apiaceae = Umbelliferae)
Herkunft:Südostasien, Sri Lanka, Teile Chinas, westliche Südseeinseln, Madagaskar, Südafrika, südöstliche USA, Mexiko, Venezuela und Kolumbien.
Synonyme:Indischer Wassernabel, Sumpfpfennigkraut

Anwendung:

  • Förderung der Wundheilung
  • Narbenbehandlung
  • chronisch venöse Insuffizienz

Asiatisches Wassernabelkraut enthält neben Flavonoiden und wenig ätherischem Öl die Triterpensäuren Asiatsäure, Madecass-Säure, Madasiatsäure und deren Zuckerester Asiaticosid und Madecassosid, die auch als Pseudosaponine bezeichnet werden. Standardisierte Asiaticosidgemische (TECA) erwiesen sich als wundheilungsfördernd, antimikrobiell, antiphlogistisch und venentonisierend. Es sind allerdings noch weitere klinische Untersuchungen zum Wirksamkeitsnachweis erforderlich, um den tatsächlichen Nutzen beurteilen zu können.

Dosierung:

Anwendung nur Fertigarzneimittel entsprechend der Gebrauchsinformation.

Zubereitungen:

In Deutschland sind homöopatische Präparate zur innerlichen und äußerlichen Anwendung im Handel. Im europäischen Ausland gibt es Fertigpräparate mit den Spezialextrakten TECA, Centellase, Madecassol usw.

Hinweise:

Nicht während Schwangerschaft und Stillzeit anwenden!

Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegenüber Wassernabel oder anderen Doldengewächsen wie z.B. Sellerie.
Wassernabel kann vor allem bei äußerlicher Anwendung sensibilisierend wirken.

Nach Einnahme größerer Mengen kann eine Beeinträchtigung der Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit nicht ausgeschlossen werden. Im Tierversuch konnte eine sedative Wirkung festgestellt werden. Inwieweit dies beim Menschen auf die aktive Teilnahme am Straßenverkehr von Bedeutung sein kann, ist nicht bekannt.