Buchweizen

Der Echte Buchweizen ist ein bis 60 cm hoch wachsendes, einjähriges Kraut mit dreieckigen, pfeilartig zugespitzten Blättern. Die je nach Sorte weiß bis rosaroten Blüten stehen in doldenähnlichen Rispen. Die dreikantigen Früchte sind kleine, kastanienbraune Nüsschen. Medizinisch verwendet wird das Kraut. Die stärkereichen Früchte des nicht medizinisch verwendeten Falschen Buchweizens (F. tataricum) dienen vor allem in Asien als Nahrungsmittel und als glutenfreier Getreideersatz.

Steckbrief: Echter Buchweizen

Pflanze:Fagopyrum esculentum Moench
Familie:Knöterichgewächse (Polygonaceae)
Herkunft:Der Buchweizen stammt aus den mittelasiatischen Steppen und wird heute in Mitteleuropa kultiviert.
Synonyme:Heidekorn

Anwendung:

chronisch venöse Insuffizienz. Durchblutungsstörungen in den kleinen Blutgefäßen

Die Blätter des Echten Buchweizens enthalten bis zu 8%, die Blüten bis zu 4% Flavonoide berechnet als Rutin. Der Gehalt hängt dabei stark von Sorte, Vegetationszeitpunkt und Standort ab und weist auch tageszeitliche Schwankungen auf. Der Falsche Buchweizen enthält generell weitaus geringere Mengen an Flavonoiden. Für Rutin ist eine „gefäßabdichtende“ Wirkung beschrieben, die bei Venenleiden ähnlich wie Rosskastanie oder Mäusedorn helfen soll.

Ferner enthält die blühende Pflanze Fagopyrin, eine phototoxische Substanz, die in Verbindungen mit Sonnenlicht entzündliche Dermatosen hervorruft. Diese seit Jahrhunderten als „Buchweizenkrankheit“ bekannte Erscheinung wurde an Weidetieren, die das blühende Kraut gefressen hatten, beobachtet. In wässrigen Auszügen sowie im Tee ist jedoch kein Fagopyrin enthalten.

Dosierung:

Buchweizentee und Drogenpulver entsprechend der Gebrauchsinformation.

Zubereitungen:

Der Echte Buchweizen ist als Tee sowie in Präparaten zur Behandlung von Veneleiden erhältlich.

Hinweise:

Nicht ohne ärztlichen Rat während Schwangerschaft und Stillzeit anwenden!
Es liegen keine Untersuchungen vor, mit denen die Sicherheit einer Anwendung belegt wird.

Bei plötzlich auftretenden Schmerzen sollte ein Arzt aufgesucht werden, da dies ein Hinweis auf eine Beinvenenthrombose sein kann. Bei entsprechend sensibilisierten Personen sind allergische Reaktionen möglich.