Quebrachobaum

Giftpflanze! Der 5 bis 20 m hoch wachsende Quebrachobaum besitzt schlanke Äste mit einer orangebraunen Rinde. Die gegenständig oder dreizähligen, länglichen Blätter sind ledrig, glatt und häufig von gelb-grüner Farbe. Die in traubenartigen Blütenständen sitzenden Blüten können weiß, gelb oder gelbgrün sein. Die Frucht ist eine stark verholzende bis zu 10 cm lange, ungestielte Balgfrucht. Medizinisch verwendet wird die Rinde.

Steckbrief: Quebrachobaum

Pflanze:Aspidosperma quebracho-blanco Schlechtend.
Familie:Hundsgiftgewächse (Apocyanaceae)
Herkunft:Der Quebrachobaum wächst in Südost-Bolivien, Argentinien, Süb-Brasilien und Chile.
Synonyme:Quebracho, Weißer Quebracho

Anwendung:

  • Asthma, Bronchitis
  • Stimulation der Atmung
  • Fieber

Die Quebrachorinde enthält ein Gemisch von verschiedenen Indolalkaloiden mit Aspidospermin, Yohimbin, Quebrachamin und Akuammidin als Hauptbestandteilen sowie Gerbstoffe.

Für Aspidospermin wurde im Tierversuch eine atemstimulierende Wirkung nachgewiesen. Weitergehende, vor allem klinische Untersuchungen fehlen, so dass eine Anwendung nicht empfohlen werden kann.

Volksmedizinisch sollen Zubereitungen aus der Quebrachorinde bei Beschwerden der Bronchien und Lunge sowie bei fieberhaften Erkrankungen helfen. In südamerikanischen Volksheilkunde wird Quebrachorinde auch bei Malaria eingesetzt. Eine Wirksamkeit ist jedoch für alle Anwendungsgebiete nicht belegt.

Dosierung:

Keine Empfehlung möglich.

Zubereitungen:

Auszüge aus der Quebrachorinde finden sich hauptsächlich in homöopathischen Zubereitungen.

Hinweise:

Die Einnahme insbesondere höherer Dosen kann zu Kopfschmerzen, vermehrten Speichelfluss, Benommenheit und Schläfrigkeit führen.

Überdosierungen führen zu Übelkeit und Erbrechen.