Gänsefingerkraut

Das Gänsefingerkraut ist eine niedrige, kriechende Pflanze mit gefiederten, dunkelgrünen Blättern, die auf der Unterseite silbrig behaart sind. Im Sommer bildet sie an langen Stielen goldgelbe Blüten. Medizinisch verwendet werden die zur Blütezeit gesammelten und getrockneten oberirdischen Pflanzenteile.

Steckbrief: Gänsefingerkraut

Pflanze:Potentilla anserina L.
Familie:Rosengewächse (Rosaceae)
Herkunft:Die Droge findet man in den meist kälteren Regionen der nördlichen Welt-Halbkugel.
Synonyme:Anserine, Fingerkraut, Gänserich, Ganskraut, Kampfkraut, Silberkraut

Anwendung:

Das Gänsefingerkraut ist reich an Gerbstoffen und enthält Flavonoide und Cumarine. Aufgrund des Gerbstoffgehaltes ist die Wirksamkeit bei leichten Durchfallerkrankungen (innerliche Anwendung) und leichten Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut (Anwendung als Gurgelmittel) plausibel. Für die dem Gänsefingerkraut nachgesagte krampflösende Wirkung bei leichten, krampfartigen Beschwerden während der Regelblutung (Dysmenorrhoe) liegen keine wissenschaftlich gesicherten Erkenntnisse vor.

Dosierung:

Tee:
1 Teelöffel getrocknetes Gänsefingerkraut (etwa 2 g) werden mit ca. 150 ml siedendem Wasser übergossen und nach 10 Minuten abgeseiht. Bei leichten Durchfallerkrankungen drei mal täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee zwischen den Mahlzeiten trinken oder bei Entzündungen des Mund- und Rachenraums den abgekühlten Tee zum Gurgeln verwenden.

Zubereitungen:

Gänsefingerkraut ist Bestandteil einiger Präparate zur Behandlung der Dysmenorrhoe enthalten.

Hinweise:

  • Bei Durchfällen, die länger als 3 Tage anhalten oder mit stärkeren Beschwerden einhergehen, ist ein Arzt aufzusuchen.
  • Durchfallerkrankungen bei Säuglingen und Kleinkindern sollten generell vom Kinderarzt behandelt werden!
  • Beschwerden bei Reizmagen können verstärkt werden.