Katzenpfötchen

Das bis zu 40 cm hoch wachsende, ausdauernde Kraut besitzt weißfilzig behaarte, längliche Blätter und Stängel. Die orangefarbigen Röhrenblüten sind von zitronengelben, strohigen Hüllblättern umgeben und stehen in Trugdolden. Verwendet werden die kurz vor dem Aufblühen gesammelten und getrockneten gelben Blütenköpfe. Der Name Katzenpfötchenblüten ist auch gebräuchlich für die Blüten einer anderen Pflanze, weißes oder rosa Katzenpfötchen, Antennaria dioica (L.) Gaertn., und sollte nicht damit verwechselt werden.

Steckbrief: Katzenpfötchen

Pflanze:Helichrysum arenarium (L.) Moench
Familie:Korblütengewächse (Asteraceae = Compositae)
Herkunft:Die Pflanze ist in Mittel-, Ost- und Südeuropa zuhause. Hauptsächlich wird die Droge aus Rußland, Polen und der Türkei importiert.
Synonyme:Fuhrmannsröschen, Harnblume, Mottenkrautblume, Rainblume, Ruhrkraut, Sand-Strohblume, Sandgoldblume, Sandimmortelle, Strohblume

Anwendung:

Katzenköpfchenblüten enthalten Flavonoide, die krampflösend und schwach anregend auf den Gallefluss wirken sollen. Eine anregende Wirkung auf die Magensaft- und Pankreassekretion wird den Bitterstoffen zugeschrieben. Unter den Flavonoiden ist auch das Naringenin enthalten, von dem bekannt ist, das es Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln eingehen kann (s. Hinweise).

Über die Wirkung und Unbedenklichkeit der Droge sind kaum gesicherte Daten vorhanden, daher werden die Katzenpfötchenblüten heute fast ausschließlich zur Schönung von Teemischungen eingesetzt. Die Bedeutung bei der Behandlung dyspeptischer Beschwerden ist gering.

Dosierung:

Tee:
1g (ein knapper Teelöffel) getrocknete gelbe Katzenpfötchenblüten werden mit ca. 150 ml siedendem Wasser übergossen und nach 5 bis 10 Minuten abgeseiht. Eine halbe Stunde nach dem Essen eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken.

Zubereitungen:

Gelbe Katzenpfötchenblüten werden fast ausschließlich nur zur Schönung von Tees, d.h. zur Verbesserung des Aussehens von Teemischungen verwendet.

Hinweise:

  • Nicht während Schwangerschaft und Stillzeit und bei Kindern unter 12 Jahren anwenden!
    Es gibt keine Untersuchungen, die die Unbedenklichkeit bei diesem Personenkreis belegen.
  • Nicht anwenden bei Störungen des Galleflusses! Bei Gallensteinleiden nur nach Rücksprache mit dem Arzt anwenden!
    Die Anwendung kann bei Verschluss der Gallenwege zu Koliken führen.
  • Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegenüber Katzenpfötchen oder anderen Korbblütengewächsen (z.B. Ringelblume, Kamille u.a.)!
  • Wechselwirkungen:
    Katzenpfötchenblüten enthalten wie Grapefruit das Flavonoid Naringenin, für das bekannt ist, dass es die Wirkung anderer Arzneimittel verändern kann. Sollten Sie Medikamente einnehmen empfiehlt sich vor Anwendung die Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker.