Weidenröschen

Die Weidenröschenarten sind in Europa weit verbreitete Stauden unterschiedlicher Größe mit meist purpurot bis rosa gefärbten Blüten. Im Handel wird zwischen den kleinblütigen (Blütendurchmesser unter 1 cm, z.B. E. parviflorum Schreb. = Kleinblütiges Weidenröschen, E. montanum L. = Berg-Weidenröschen u.a.) und den großblütigen Weidenröschen (Blütendurchmesser über 1.5 cm, z.B. E. angustifolium L. = Schmalblättriges Weidenröschen) unterschieden.

Verwendet werden die kurz vor oder zur Blütezeit gesammelten und getrockneten oberirdischen Pflanzenteile, von E. angustifolium auch die Wurzel.

Unter der im Handel erhältlichen Droge Epilobii herba werden die kleinblütigen Arten verstanden.

Steckbrief: Weidenröschen

Pflanze:Epilobium species
Familie:Nachtkerzengewächse (Oenotheraceae = Onagraceae)
Herkunft:Das Weidenröschen ist in ganz Europa anzutreffen. Der Drogenimport erfolgt aus einigen Balkanländern.
Synonyme:Antinskraut, Feuerkraut, Waldröschen, Waldweidenröschen

Anwendung:

Die Weidenröschenarten enthalten Flavonoide, darunter das stark entzündungshemmend wirkende Myricetin, Sterole (beta-Sitosterol), Triterpensäuren und Gerbstoffe.

Weidenröschenkraut wird ausschließlich in der Volksheilkunde bei Blasenentleerungsstörungen aufgrund einer gutartigen Großaufnahme der Vorsteherdrüse (benigne Prostatahyperplasie Stadium I und II) verwendet. Die Wirksamkeit ist jedoch nicht belegt. Daher kann eine Anwendung nicht empfohlen werden und es sollten in dieser Hinsicht besser untersuchte Heilpflanzen (z.B. Brennesselwurzel) vorgezogen werden.

Dosierung:

Keine Empfehlung möglich.

Zubereitungen:

Weidenröschenkraut ist Bestandteil einiger Teemischungen.

Hinweise:

Bisher sind keine unerwünschten Wirkungen bekannt.