Kreuzdorn

Der Kreuzdorn ist ein etwa 3 m hoher Strauch mit sparrigen Ästen. Die grünlichen Blüten stehen in kleinen Büscheln. Die Zweige laufen oft in einen Dorn aus, Dornen finden sich aber auch an Verzweigungen. Die kugeligen, etwa erbsengroße Früchte sind zunächst grün, dann schwarz. Medizinisch verwendet werden die Früchte.

Steckbrief: Kreuzdorn

Pflanze:Rhamnus catharticus L.
Familie:Kreuzdorngewächse (Rhamnaceae)
Herkunft:Die Pflanze wächst in Asien, Europa und Nordafrika. Eingeführt wird die Droge hauptsächlich aus Wildsammlungen von Rußland.
Synonyme:Amselbeeren, Färbebaum, Feldbeerbaum, Gelbbeeren, Hexendorn, Hirschdorn, Purgier, Purgier-Kreuzdorn, Stechdorn, Wegdorn

Anwendung:

Kreudornfrüchte enthalten wie auch der Faulbaum Antrachinonglykoside, die abführend wirken in dem sie die Magen-Darm-Passage beschleunigen und eine Zunahme des Wassergehalts des Stuhls (stuhlerweichend) bewirken. Zubereitungen aus den Kreuzdornfrüchten werden daher als Laxans bei Verstopfung (Obstipation) eingesetzt. Für die Anwendung sind spezielle Anwendungsbeschränkungen zu beachten (s. Hinweise)!

Dosierung:

Tee:
4 g fein zerkleinerte, getrocknete Kreuzdornbeeren (etwa ein Teelöffel) werden mit ca. 150 ml siedendem Wasser übergossen und nach 10 bis 15 Minuten abgeseiht. Morgens und/oder abends eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Da auch eine geringere Dosierung ausreichend wirksam sein kann, ist die Dosis zu nehmen, bei der ein weichgeformter Stuhl erhalten wird!

Anwendungsdauer:

Nicht länger als eine Woche anwenden (s. Hinweise)!

Zubereitungen:

Diese Inhalte werden derzeit überarbeitet. Bitte haben Sie noch etwas Geduld. Vielen Dank!

Hinweise:

  • Nicht während Schwangerschaft oder Stillzeit anwenden!
  • Nicht bei Kindern unter 12 Jahren anwenden!
  • Nicht anwenden bei entzündlichen Darmerkrankungen, Darmverschluss oder Bauchschmerzen unbekannter Ursache!
  • Nur anwenden, wenn die Verstopfung auf andere Maßnahmen, z.B. Ernährungsumstellung, Einnahme von Quellmitteln wie z.B. Leinsamen, nicht anspricht!
  • Nicht in höheren Dosen oder länger als eine Woche anwenden!
    Eine Anwendung in höherer Dosierung oder über längere Zeit bewirkt eine Störung des Elektrolythaushalts führt insbesondere zu Kaliumverlusten. Ein Kaliummangel führt wiederum zur Obstipation, so dass eine Abhängigkeit entstehen kann. Anthrachinone stehen außerdem im Verdacht, krebserzeugend zu wirken.
  • Bei anhaltender Verstopfung oder Stuhlunregelmäßigkeiten oder unklaren Beschwerden im Magen-Darm-Bereich ist eine Abklärung der Ursachen durch einen Arzt erforderlich!
    Nicht ohne ärztlichen Rat anwenden bei Einnahme anderer Arzneimittel , die zu Kaliumverlusten führen können, wie z.B. Diuretika, Cortisonpräparate, süßholzwurzelhaltigen Arznei- oder Lebensmittel (Lakritze) oder von Arzneimitteln, bei denen ein Kaliumverlust schwere gesundheitliche Folgen haben kann, wie z.B. die Einnahme von herzwirksamen Glykosiden zur Behandlung einer Herzinsuffizienz oder von Medikamenten zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen.
  • Nebenwirkungen:
    In Einzelfällen kann die Einnahme von Kreuzdornbeeren zu krampfartigen Magen-Darm-Beschwerden führen. In diesen Fällen sollte eine geringere Dosis gewählt werden.
    Bei einem Gebrauch über längere Zeit kann es zu Obstipation, Nierenschädigung, Muskelschwäche und Störungen der Herzfunktion kommen.
  • Vergiftung:
    Ernste Vergiftungen durch die Einnahme der Beeren sind selten. Jedoch können bereits einige Beeren vor allem bei Kindern zu Übelkeit und Erbrechen führen. Sicherheitshalber sollte man einen Arzt aufsuchen bzw. sich beim Giftnotruf informieren.