Safran

Die ursprünglich im Orient beheimatete Pflanze findet sich heute als Frühlingsblüher auch in unseren Gärten. Kommerziell angebaut wird die Pflanze vor allem in Spanien. Zur Gewinnung von Safran werden die ganzen Blüten kurz nach dem Aufblühen abgepflückt und dann die Narben und Narbenschenkel mit dem Griffel herausgenommen. Der nur schwach gefärbte Griffel wird entfernt. Nach dem Trocknen gewinnt man so aus etwa 200.000 Blüten 1 kg ziegel-roten Safran. Dies erklärt den hohen Preis und die vielfältigen Verfälschungen z.B. mit Ringelblumenblüten.

Steckbrief: Echter Safran

Pflanze:Crocus sativus L.
Familie:Schwertliliengewächse (Iridaceae)
Herkunft:Die Droge ist in Indien, auf dem Balkan und im östlichen Mittelmeergebiet beheimatet. Hauptimportländer sind Indien, Spanien, Frankreich, Italien und der Nahe Osten.
Synonyme:Gewürzsafran, Krokus

Anwendung:

Der im Altertum als Gewürz- und Heilpflanze geschätzte Safran findet heute nur noch als leicht bitter schmeckendes Färbemittel in der Küche Verwendung, z.B. als Zusatz zu Curry-Reis, Bouillabaise oder Paella.

Heute hat Safran seine medizinische Bedeutung bei uns verloren, da seine Risiko-Nutzen-Bewertung als negativ eingeschätzt wird. In der Volksmedizin wird Safran gelegentlich noch zur Anregung der Verdauung eingesetzt.

Dosierung:

Maximale Tagesdosierung:
1,5g Safran pro Tag.

Höhere Dosierungen können zu Vergiftungserscheinungen führen (s. Hinweise).

Zubereitungen:

Safran ist als Gewürz im Handel erhältlich, aber auch Bestandteil sog. Schwedenkräutermischungen.

Hinweise:

Nicht während der Schwangerschaft anwenden!
Bei Verwendung von 1,5g Safran pro Tag sind keine Nebenwirkungen bekannt. Höhere Dosen können jedoch zu Vergiftungserscheinungen führen, die sich in Erbrechen, Darmkoliken, Blutungen der Gebärmutter und der Schleimhäute, Benommenheit, Schwindelanfälle, Gelbfärbung der Haut und Schleimhäute oder zentraler Lähmung äußern können.

Die tödliche Dosis liegt bei etwa 20g.