Schlafmohn

Giftpflanze! Im Gegensatz zu dem auf Feldern wachsenden Klatschmohn, wird man dem Schlafmohn hier nicht begegnen, da sein Anbau streng genehmigungspflichtig ist und die ganze Pflanze unter das Betäubungsmittelgesetz fällt. Die Blüten dieser bis zu 1,5 m hoch wachsenden, einjährigen, krautigen Pflanze sind groß und weiß bis violett gefärbt. Alle Pflanzenteile bis auf die in einer Kapsel reifenden, ölreichen Samen sind giftig.

Steckbrief: Schlafmohn

Pflanze:Papaver somniferum L.
Familie:Mohngewächse (Papaveraceae)
Herkunft:Die Heimat des Opiums ist Westasien. Mittlerweile wird die Droge weltweit gezüchtet.
Synonyme:Gartenmohn, Opium

Anwendung:

Der Schlafmohn enthält als Hauptalkaloide Morphin und Codein, die als Reinsubstanzen in der Medizin vor allem in der Schmerztherapie eine große Bedeutung haben. Codein dient wegen seiner dämpfenden Wirkung auf das Hustenzentrum auch zur Behandlung des trockenen Reizhustens. Wegen der suchterzeugenden Wirkung dieser Substanzen sind Anbau und Verwertung der Pflanze und ihrer Inhaltsstoffe durch das Betäubungsmittelgesetz streng kontrolliert.

Aus dem Milchsaft der unreifen Kapsel wird das Opium hergestellt, das in Form einer eingestellten Tinktur zur Behandlung schwerer Durchfälle eingesetzt wird.

Der reife Mohnsamen enthält vor allem fettes Öl und nur Spuren von Alkaloiden und wird zur Herstellung von Backwaren verwendet.

Dosierung:

Streng nach ärztlicher Verordnung!

Zubereitungen:

Opium in Form von Opiumtinktur und –extrakt.
Mohnsamen zur Herstellung von Gebäck.
Das aus den Mohnsamen hergestellte Öl wird vor allem industriell genutzt.

Hinweise:

Die ganze Pflanze und ihre Zubereitungen fallen unter das Betäubungsmittelgesetz.

Vergiftung:
Eine Vergiftung ist zunächst gekennzeichnet durch Erbrechen, Schwindel, Benommenheit, Verlangsamung der Atmung und des Pulses, Schweißausbruch und starkes Hautjucken. Durch spastische Lähmung des Blasensphinkters und der Darmmuskulatur kommt es zu Stuhl- und Harnverhalt. Der Tod tritt schließlich durch Atemlähmung ein.